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Nur Kastration kann Katzenelend lindern

Ribbesbüttel Nur Kastration kann Katzenelend lindern

Ribbesbüttel. Und schwupp, angelt das schwarze Katzenbaby mit der Pfote nach dem Schwanz des grau getigerten Schwesterchens. Wie niedlich. Oder doch eher ein Elend? Das Tierheim in Ribbesbüttel kann sich wieder mal vor lauter Katzenbabys nicht retten. Viele darunter halbwild und krank. Dabei ließe sich das vermeiden - durch Kastration.

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Niedlich, aber in der Masse ein Problem: Katzenbabys leben oft genug im Elend, Tierheimleiterin Janina Bieling fordert die Kastration.

Quelle: Rudert

Wenn Tierheimchefin Janina Bieling die Katzenkinder mit eitrigen Augen, triefenden Nasen und verlaust vor sich hat, könnte sie heulen. „Man kann ihnen nicht mal helfen, sie lassen sich nicht anfassen.“ Andere Katzenbabys sterben an Unterkühlung im nasskalten Regenwetter oder werden überfahren. Da ist nichts mehr niedlich oder süß.

Janina Bieling ist eine Kämpferin in Sachen Kastration. „Ich werde nicht müde, das zu wiederholen - und wenn es den Leuten zu den Ohren raus hängt.“ Nur so lasse sich Katzenelend verhindern. „Eine Katze ist mit einem halben Jahr geschlechtsreif. Sie wirft zwei- bis dreimal pro Jahr vier bis fünf Junge. Da sind wir schnell bei einer enorm großen Zahl.“

Eine Kastration ist nicht billig. „Für ein Katzenmädchen kostet sie 100 Euro“, sagt Janina Bieling. Der Tierschutzverein kann die Kosten nicht übernehmen, deshalb hofft sie auf Projekte wie in Ohof (AZ berichtete) oder Katzenverordnungen wie in der Sassenburg. „Dann können sich Nachbarn zusammentun und Geld sammeln, vielleicht gibt auch mal eine Kommune Geld dazu oder man sammelt Spenden“, sagt Janina Bieling. Wer Tipps braucht, kann sich beim Tierschutzverein melden, der verleiht auch Lebendfallen für wilde und halbwilde Katzen.

Kontakt zum Tierschutzverein: Tel. 05374-4434, Öffnungszeiten montags, dienstags und freitags 15.30 bis 17.30 Uhr, donnerstags 10.30 bis 12.30 Uhr sowie jeden zweiten Samstag im Monat 10 bis 12 Uhr.

tru

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