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Nora Haude: Jahr in Kolumbien

Meinersen Nora Haude: Jahr in Kolumbien

Meinersen. Ihr Wunsch ist der Einsatz in einem Waisenhaus. Das befindet sich aber weder in Deutschland noch in Europa - sondern in Lateinamerika, in Kolumbien. Dorthin zieht es Nora Haude aus Meinersen. Die 17-Jährige wird ab September dort ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) verbringen - über die „Schule fürs Leben“, eine Entsenderorganisation für Freiwilligendienste im Ausland.

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Freiwilliges Soziales Jahr in Kolumbien: Nora Haude aus Meinersen möchte im Waisenhaus arbeiten.

Quelle: Hilke Kottlick

Sozial engagiert in der Kinder- und Jugendarbeit ist die Meinerser Gymnasiastin schon lange. Nachdem sie ihren Jugendleiterschein in der Tasche hatte, „begleitete ich mit 16 Jahren eine Norwegen-Freizeit von der Kirchengemeinde“, sagt sie. „Ich war jünger als die Jugendlichen und musste mir als Betreuer erst Respekt verdienen“, blickt sie selbstbewusst zurück.

Schon lange habe sie sich für ein FSJ in Entwicklungsländern interessiert - auch in Indien. Bei der Wahl dieses Landes hat aber „meine Mama“ nicht mitgespielt - wegen der Nachrichten über grausame Vergewaltigungen dort.

Schließlich war Kolumbien erklärtes Ziel. Dass auch dort die Kriminalitätsrate hoch ist, hat sie während eines Vorbereitungsseminars erfahren - „der Drogenhandel blüht und wegen der korrupten Polizei gibt es 98 Prozent nicht aufgeklärter Morde,“ weiß sie. Trotzdem zieht es die 17-Jährige nach Cali, in die drittgrößte Stadt des Landes. Die Schule fürs Leben betreut dort auch das Waisenhaus, in dem sie arbeiten möchte. Sie hofft, dass es klappt. „Wir werden gut angeleitet“, sagt sie mit Verweis auf ein noch anstehendes Vorbereitungsseminar.

Nach Kolumbien wird sie mit 30 weiteren FSJlern entsandt. Allein ist Nora Haude deshalb nicht - freut sich die Abiturientin jetzt umso mehr auf dieses Jahr, in dem sie sich „mit all der Kraft, die ich als Jugendliche habe“, für die Kinder dort einsetzen will.

hik

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