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Neuer Knatsch um Berufsschulen

Gifhorn Neuer Knatsch um Berufsschulen

Geht der Ärger um Berufsschulen zwischen Gifhorn und Braunschweig in die nächste Runde? Nachdem die Gifhorner BBS II vor zwei Jahren Dachdecker an Braunschweig verloren hat, wirbt die Johannes-Selenka-Schule in der Löwenstadt nun um Maurer und Hochbauer. Helmstedter Schüler, die bislang nach Gifhorn kamen, wechseln offenbar schon.

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Maurer und Hochbau: Wirbt Braunschweig nun auch in diesen Branchen Auszubildende aus den Gifhorner Berufsschulen ab?

Quelle: Archiv

Gifhorn. In einem gemeinsamen Brief werben Landrätin Marion Lau und Kreishandwerks-Geschäftsführer Dr. Andreas Bierich für den Standort Gifhorn. Dort seien seit 2012 Auszubildende auch der Innungen aus Braunschweig und Helmstedt: „Durch die Konzentration auf einen Standort wurden wieder Klassenstärken erreicht, die eine eigenständige Beschulung für jedes Lehrjahr ermöglichen.“ Doch nun gibt es aus Braunschweig und Helmstedt offenbar Klagen über die Verkehrsanbindung nach Gifhorn.

Damit begründe die Johannes-Selenka-Schule in Braunschweig, vom kommenden Schuljahr an Unterricht für Maurer und Hochbauer anzubieten, so Lau und Bierich. „Wir bedauern diesen Schritt, da damit angesichts insgesamt rückläufiger Ausbildungszahlen unnötig bewährte Strukturen zerschlagen und Kompetenzkonzentrierungen verhindert werden.“

Die Betriebe aus Wolfsburg und Gifhorn stellen weiterhin die Mehrzahl der Auszubildenden, weshalb der Weiterführung der jahrzehntelangen Kooperation zwischen Innungsbetrieben und BBS II Gifhorn nichts im Wege stehe, werben Lau und Bierich für den Standort Gifhorn.

Angesichts der „erheblichen Abwerbetendenzen“ Braunschweigs sagt auch die für die Schulen zuständige Dezernentin Evelin Wißmann am Donnerstag in einem Pressegespräch: „Wir haben gute Berufsschulen, die lassen wir uns nicht kaputt machen.“

rtm

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