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Neue Überraschungen an der Heller-Quelle

Gifhorn Neue Überraschungen an der Heller-Quelle

Gifhorn. Die Zisterne der mittelalterliche Heller-Quelle wurde gestern komplett ausgegraben. Nachdem auf dem Baugrundstück per Bagger die Spundwand einer früheren Tankstelle entfernt worden ist, griffen die Archäologen erneut zu Schaufel und Spaten. Dabei gab‘s eine neuerliche Überraschung: Einige der Kalksandstein sind mit Nummern versehen.

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Wieder neue Erkenntnisse: Die Archäologen finden an der Heller-Quelle täglich Neues.

Quelle: Photowerk (mpu)

„Das ist ja eine Drei“, staunte Heinz Gabriel, Beauftragter der Kreisarchäologie. Gleich nebenan entdeckte Archäologe Dr. Karsten Kablitz eine auf dem Kopf stehende Vier.

„Die Sandsteinblöcke, die die Zisternen-Einfassung bildeten und mit Dreieck-Flacheisen verbunden waren, sind 80 Zentimeter hoch“, erläutert Gabriel. Baggerfahrer Klaus Kaufmann half dabei, den historischen Fund vorsichtig freizulegen. Die Sandsteinblöcke sind auf Schwellbalken gelagert.

„Es handelt sich um Nadelhölzer in einem sehr schlechten Erhaltungszustand - eine Altersbestimmung ist somit wahrscheinlich nicht möglich“, bedauert Gabriel. Das so genannte Dendrochnonologie-Verfahren werde aktuell nur bei Eichenholz angwendet.

Gabriel und Kablitz waren gestern mehrere Stunden im Einsatz, um die Zisterne zu vermessen und Details zu fotografieren. Das mittelalterliche Wasserbecken - Gabriel nimmt an, das es durch eine Holzabdeckung geschützt war - fasste mehr als 11.500 Kubikmeter Wasser.

„Das Becken hatte Hanglage und somit das nötige Gefälle, um das Wasser per Holzpipen in die Stadt, zum Schloss und zum Brauhaus auf dem Exberg zu führen“, so Heinz Gabriel. Wohin eine vierte Holzpipe führte, die die Archäologen kürzlich an der Heller-Quelle entdeckten, ist unklar. „Das Rätsel kann erst gelöst werden, wenn in der Nachbarschaft gebaut wird“, sagt Gabriel.

ust

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