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Gifhorn Stadt Ein Plädoyer für Respekt und Toleranz
Gifhorn Gifhorn Stadt Ein Plädoyer für Respekt und Toleranz
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14:00 31.10.2018
„Nathan der Weise“: Das Theater für Niedersachsen brachte das Stück in die Gifhorner Stadthalle. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn

Gotthold Ephraim Lessings Frage nach dem richtigen Glauben im „Nathan der Weise“ wird von Bettina Rehm zeitgemäß und spannend inszeniert. Das junge Publikum würdigt den sehenswerten Abend mit kräftigem und verdientem Schlussapplaus.

Große Schauspielkunst

Die reduzierte Ausstattung von Julia Hattstein bestimmen weiße Plastikstühle. Im Zentrum der Bühne, die ein grauer Zaun begrenzt, steht eine Laterne. Diese Modernität ist nicht aufgetragen, sondern stimmig. Nur wenig verknappt konzentriert sich die Inszenierung auf den Text. Mit großer Schauspielkunst wird um die Fragen nach Religion und Verwandtschaftsverhältnisse überzeugend gerungen.

Rettung aus brennendem Haus

Nathan, großartig von Martin Schwartengräber in Szene gesetzt, ist der jüdische Geschäftsmann. Sein Geheimnis, Recha, temperamentvoll von Lilli Meinhardt gespielt, ist nicht seine leiblich Tochter. Der christliche Tempelherr, von Moritz Nikolaus Koch jugendlich ungestüm gegeben, rettet Recha aus dem brennenden Haus. Der Muslim Sultan Saladin hatte ihn kurz vorher begnadigt. Dennis Habermehl verkörpert den Sultan mit hintersinnigem Witz.

Gegenwart holt Klassiker ein

Bevor sich die familiären Verstrickungen lösen, beantwortet Nathan die Fangfrage des Sultans nach dem wahren Gott mit der berühmten Ringparabel. Ein eindrückliches Plädoyer für Toleranz und Respekt. Als am Ende des Stücks sich alle in den Armen liegen, holt die Gegenwart den Klassiker ein: Eine Maschinengewehrsalve mäht sie nieder.

Von Elga Eberhardt

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