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Nächster Zoff in SPD: Abwahl per Mail

Gifhorn Nächster Zoff in SPD: Abwahl per Mail

Gifhorn. In der SPD in der Stadt Gifhorn knirscht es weiter. Jetzt zieht sich der ehemalige Ortsvereinsvorsitzende Werner Herrmann aus der Fraktionsarbeit zurück. Zuvor waren schon die Ratsmitglieder Andreas Katsch-Herke und Meike Pollack spektakulär aus der Partei ausgetreten (AZ berichtete).

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Eintracht aus vergangenen Zeiten: In der SPD-Fraktion, die hier auch geschlossen wie der gesamte Rat der Stadt die Teves-Resolution unterzeichnet, läuft es schon länger nicht mehr rund.

Quelle: Photowerk (mpu Archiv)

Herrmann war Bürgervertreter für die SPD - bis zu seiner plötzlichen Abwahl im Herbst. „Ungefähr eine halbe Stunde vor der Fraktionssitzung wurde dies per E-Mail mitgeteilt. Keine Kommunikation mit mir.“ Er sei vor der Sitzung unterwegs gewesen und habe kein Tablet-Computer, auf dem er ständig Mails abrufen könne. So sei er in der Sitzung aus allen Wolken gefallen.

Mit seiner Abwahl als Ortsvereinsvorsitzender zu Jahresbeginn „kann ich leben“. Aber dies jetzt zeige ihm: „Die wollen nicht mit mir zusammen arbeiten.“ Deshalb verzichtet der Kästorfer darauf, als Ortsratsmitglied, das nicht selbst im Rat der Stadt sitzt, an Fraktionssitzungen teilzunehmen. „Ich darf da zwar reden, aber das war es dann auch.“ Stimmrecht gebe es nicht. „Ich ärgere mich über die verschwendete Lebenszeit.“

Eine halbe Stunde vor der Fraktionssitzung die Abwahl gemailt? „Zu der Kurzzeitigkeit kann ich nichts sagen“, sagt Ulrich Stenzel, Fraktionschef der SPD, die sich mit Hinblick auf die Kommunalwahl im kommenden Jahr neu ausrichten wolle. Aber: „Es ist nicht ungewöhnlich, dass innerhalb einer Sitzung eine Tischvorlage präsentiert wird.“ Die Fraktion habe an dem Verfahren jedenfalls nichts bemängelt.

Seit 44 Jahren ist Herrmann in der SPD. „Dass ich das erste Mal ernsthaft über einen Parteiaustritt nachdenke, erschüttert mich.“ Das Problem sei aber der Ortsverein, nicht die Partei an sich. Und: „Man schmeißt nicht alles so einfach weg.“

rtm

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