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Nächster Überraschungsfund: Gifhorn hatte mal eine Zisterne

Gifhorn Nächster Überraschungsfund: Gifhorn hatte mal eine Zisterne

Ein Teil der Stadtgeschichte muss neu geschrieben werden. Die Wasserversorgung Gifhorns erfolgte im Mittelalter nicht aus einer Quelle, sondern aus einer Zisterne. Teile der Anlage - in alten Plänen als Heller-Quelle bezeichnet - tauchten jetzt auf einer Baustelle an der Lüneburger Straße auf.

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Neue Erkenntnisse für Archäologen: Gifhorns Heller-Quelle war im Mittelalter in Wirklichkeit eine riesige Zisterne aus Sandsteinen.

Quelle: Photowerk (sp)

Gifhorn. „Jetzt sind wir dort, wo wir hin wollten“, strahlte Karsten Kablitz von der Wolfenbütteler Firma Arcontor, der mit Heinz Gabriel (Kreisärchäologie) den Baugrund archäologisch betreut.

„Erste Teile der riesigen Zisterne wurden am Donnerstag frei gelegt“, berichtet Gabriel. Riesige Sandsteinblöcke - sie sind zwischen 1,20 und 1,80 Meter lang - bilden den Beckenrand und wurden mit geschmiedeten Dreieck-Flacheisen verbunden. „Die Steine reichen vermutlich mehr als zwei Meter tief ins Erdreich“, erläutert er.

„Die Zisterne, die bereits auf Gifhorns ältestem Stadtplan von 1699 auftaucht, ist größer als angenommen“, so Gabriel. 16 Meter lang und neun Meter breit sei das rechteckige Becken gewesen, in dem die Gifhorner Schichten- und Oberflächenwasser gesammelt hätten. Mit Holzleitungen wurde das Wasser damals zum Schloss, zum Brauhaus auf dem Exberg und zum Marktplatz befördert.

Auf einem Stadtplan von 1766 ist die so genannte Heller-Quelle ebenfalls vermerkt. „Damals jedoch schon ohne Funktion“, weiß Gabriel. Auch auf einem Bebauungsplan aus dem Jahr 1911 ist das Wasser-Sammelbecken noch zu finden.

„Wie alt die Heller-Quelle tatsächlich ist, müssen weitere Untersuchungen zeigen“, erläutert Gabriel. Er glaubt, dass es sich bei der Einfassung um Velpker Sandstein handelt: „Der diente auch beim Schloss und vielen alten Gifhorner Häusern als Baumaterial.“

ust

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