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Nachbarin belästigt: Stalker (41) verurteilt

Meinersen Nachbarin belästigt: Stalker (41) verurteilt

Weil er seine Nachbarin massiv belästigt und auch beleidigt hat, ist am Dienstag ein 41-Jähriger aus der Samtgemeinde Meinersen zu einer Geldstrafe von 400 Euro verurteilt worden. Zur Gerichtsverhandlung erschien der Mann betrunken – er hatte drei Promille.

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Vom Nachbarn belästigt: Ein 41-Jähriger aus der Samtgemeinde Meinersen wurde am Amtsgericht Gifhorn verurteilt.

Quelle: Symbolfoto

Gifhorn. Der Stalker störte die Verhandlung immer wieder durch lautstarke Kommentare – und stritt die angeklagten Taten vehement ab.

Den hohen Alkoholisierungsgrad merkte man dem 41-Jährigen allerdings nicht an. „Das ist der Pegel, wo er normal reden kann“, erklärte die 29-Jährige, die im Frühjahr 2017 insgesamt vier Mal schlimme Erfahrungen mit ihrem damaligen Nachbarn gemacht hat. „Er hat auch in den Abendstunden bei mir geklopft – ich habe gedacht, dass er meine Tür einhämmert“, berichtete die 29-Jährige im Zeugenstand. Ihr zehn Jahre alter Sohn sei so verängstigt gewesen, dass sie gemeinsam mit dem Kind in der Wohnung ihrer Mutter übernachtet habe, erzählte die Frau. „Er hat meiner Mutter gesagt, dass er mich beobachtet“, fühlte sich die 29-Jährige in ihrem normalen Alltag eingeschränkt. Er habe auch versucht sie zu berühren. „Zudem hat er meine Mutter und mich als Prostituierte bezeichnet“, so die junge Frau. Die Stalking-Vorfälle hat die 29-Jährige protokolliert und später bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Der 41-Jährige wohne inzwischen nicht mehr im selben Mietshaus, denn ihm sei gekündigt worden. Nur einmal sei es danach noch zu einer „Klopf-Attacke“ gekommen, so die Frau.

„Die Lebensgestaltung des Opfers war durch die Nachstellung deutlich beeinträchtigt“, befand der Staatsanwalt, dessen Strafantrag das Gericht folgte. „Ich bin unschuldig und werde Berufung einlegen“, wollte der 41-Jährige das Urteil nicht akzeptieren. Ob der Mann damit Erfolg hat, ist zweifelhaft: In seinem Strafregister befinden sich bereits 26 Eintragungen.

Von Uwe Stadtlich

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