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Gifhorn Stadt Nach Unfall: Vater fordert Ampel
Gifhorn Gifhorn Stadt Nach Unfall: Vater fordert Ampel
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06:16 26.10.2012
Fordert eine Ampel in Leiferde: Marcus Bretzke (l.) mit Sohn Lenni, der vor dem Schreiwarenladen verunglückte. Quelle: Kottlick
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In Leiferde ist der unübersichtliche Verkehr an der Kreuzung Hauptstraße, Hoher Graben, Dorfstraße schon lange Thema. Kreisel und Ampel waren im Gespräch. Passiert ist bis dato nichts. Jetzt gab es einen Unfall. Der 13-jährige Lenni Bretzke wurde am 15. Oktober vor dem Schreibwarenladen von einem Auto angefahren. Er erlitt einen Beinbruch. Anlass für Vater Marcus Bretzke, den Bau einer Ampel zu fordern.

„Nicht nur Kinder sind beim Überqueren der Hauptstraße gefährdet, sondern genauso ältere Leute“, sagt Marcus Bretzke. Er ist froh, dass seinem Sohn Lenni bei dem Unfall außer dem gebrochenen Bein nicht noch mehr passiert ist. „Als Erwachsener hat man schon Probleme, die Straße vor allem im Feierabendverkehr zu überqueren, da ist es für Kinder noch viel gefährlicher“, sagt auch Christine Bretzke. Die Mutter von Lenni und seinen fünf Geschwistern verbringt - wie sie sagt - tagsüber viel Zeit damit, die kleineren Kinder sicher begleitet zur Schule und in den Kindergarten zu bringen und sie wieder abzuholen. Eine Ampel biete da mehr Sicherheit, meint sie.

„Über diese Kreuzung zerbrechen wir uns schon seit Ewigkeiten den Kopf“, sagt Bürgermeisterin Stefanie Fahlbusch-Graber. Zwei Landesstraßen stoßen dort aufeinander. Zuständig sei deshalb die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel. Diskutiert worden sei bereits über einen Kreisel, eine Ampel, einen Querungsstreifen. Für solche Anlagen reiche aber angeblich der Platz nicht aus, so die Bürgermeisterin. Sie wird, wie sie versichert, am Ball bleiben. Ihre Hoffnung jetzt: „Andere Erkenntnisse und vielleicht eine Lösung durch einen bereits beauftragten, unabhängigen Gutachter (Text unten), der die Verkehrssituation unter die Lupe nimmt.

Verkehr gezählt

Bei dem Bereich in Leiferdes Ortsmitte handelt es sich um eine „gefährliche Ecke“, bestätigt Rainer Heuer, Leiter des Meinerser Polizeikommissariats, auf Anfrage der Aller-Zeitung. Es gebe dort viele Straßeneinmündungen. Auch wenn dort häufig Unfälle verzeichnet würden, so „handelt es sich nicht um einen Unfallschwerpunkt“, so der Kommissariatsleiter. Er versichert: „Falls die Gemeinde dort bauliche Veränderungen plant, so unterstützen wir das auf jeden Fall.“

Im Auftrag des unabhängigen Gutachters seien erste Schritte unternommen worden, teilt zudem Jörg Vogt vom Bauamt der Samtgemeinde Meinersen auf Anfrage mit.

So habe es im Gebäude der anliegenden Arztpraxis aus dem Obergeschoss heraus eine Verkehrszählung gegeben. Liegen deren Ergebnisse vor, könnten sich laut Vogt vielleicht „darauf aufbauend neue Möglichkeiten ergeben“, um die Verkehrssituation zu entschärfen.

hik

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