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Nach Raketeneinschlag: Behörde will Starts nicht mehr genehmigen

Leiferde/Hillerse Nach Raketeneinschlag: Behörde will Starts nicht mehr genehmigen

Leiferde/Hillerse. Nach dem Einschlag einer Forschungsrakete in ein Wohnhaus in Leiferde wird es immer wahrscheinlicher, dass sich die Studenten der TU Braunschweig von ihrem Startplatz, dem Modellflugplatz bei Hillerse, verabschieden müssen.

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Raketeneinschlag in Leiferde: Die Studenten müssen sich wohl von ihrem Startort Hillerse verabschieden.

Quelle: Photowerk (cc Archiv)

Inzwischen hat auch die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, die die Raketenstarts genehmigt, ihre Konsequenzen gezogen.

Für Flüge bis 1000 Meter Höhe vergab die Behörde seit 2007 Daueraufstiegsgenehmigungen, darüber hinaus gab es Einzelgenehmigungen, wenn es auf bis zu 1300 Meter gehen sollte - solch eine Genehmigung sei für den fraglichen Start am 22. Juni erteilt worden, so Behördenleiter Bernd Mühlnickel auf AZ-Nachfrage. „Die Deutsche Flugsicherung war dabei immer mit im Boot.“ Etwa 20 Starts im Jahr 2013 seien mit einer Dauergenehmigung erfolgt. Und diese hat die Behörde nun widerrufen. Auch Einzelgenehmigungen wird es wohl nicht mehr geben. Die Genehmigungsbehörde hat inzwischen Bedenken, was die Eignung des Startorts Hillerse angeht.

„Normalerweise fliegt so eine Rakete senkrecht hoch und kommt mit dem Bremsfallschirm runter“, sagt Mühlnickel. Die Sicherheitsabstände von 800 Metern im Umkreis des Startplatzes sind ihm zufolge „als ausreichend erachtet worden“, zumal es sich bei den Studenten nicht um Laien handele.

Der betroffene Hauseigentümer kritisiert, dass bei dem Sicherheitsabstand offenbar nur von günstigen Startbedingungen ausgegangen und nicht einkalkuliert worden sei, dass eine Rakete auch - aus welchen Gründen immer - schräg abheben und damit weiter fliegen könne. Nun denkt offenbar auch die Behörde um. Mühlnickel: „Wir können nicht ausschließen, dass man sich von diesem Startplatz verabschieden muss.“ Sichere Alternativen gebe es genug.

rtm

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