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Nach Pfandrückgabe wartet die Polizei

Weyhausen Nach Pfandrückgabe wartet die Polizei

Weyhausen . Wer mit mehr als 300 Pfandflaschen einen Supermarkt betritt, der fällt auf, keine Frage. Dass dann aber plötzlich die Polizei auf einen wartet, ist doch eher ungewöhnlich. Ein Mann aus dem Boldecker Land hat genau das erlebt - und fühlt sich nun zu Unrecht an den Pranger gestellt.

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Vorfall bei Netto: In Weyhausen wurde ein 37-jähriger Mann von der Polizei kontrolliert, weil er Pfandflaschen für 83 Euro abgegeben hatte.

Quelle: Sebastian Preuß

Es geschah am vergangenen Freitag: Der 37-jährige Kleinunternehmer wollte Pfandflaschen im Weyhäuser Netto-Markt abgeben. Mit zwei Einkaufswagen schob er zum Automaten. Schon dabei habe er sich beobachtet gefühlt, berichtet der Mann. Trotzdem hat er die mehr als 300 Flaschen in den Automaten gesteckt. Und er hat immer wieder andere Kunden zwischengelassen, um den Betrieb nicht aufzuhalten. An der Kasse hat er dann rund 83 Euro für seine Pfandbons bekommen.

Nichtsahnend verließ der Mann anschließend den Supermarkt - und wurde an seinem Auto von der Polizei empfangen. Sie war zwischenzeitlich vom Personal des Supermarkts informiert worden. „Die Polizisten wollten wissen, woher ich die ganzen Flaschen habe“, berichtet der 37-Jährige. Es bestehe der Verdacht auf Diebstahl und Pfandbetrug. „Dabei habe ich die Flaschen einfach nur lange gesammelt“, sagt der 37-Jährige, nämlich seit Mai. Nun hat er Angst vor drohendem Ungemach.

Polizeisprecher Thomas Reuter kann ihn beruhigen. Zwar sei die Pfandsumme ungewöhnlich hoch. „Der Mann konnte jedoch glaubhaft versichern, dass alles seine Richtigkeit hat. Er hat nichts zu befürchten“, erklärt Reuter.

Laut Netto-Sprecherin Christina Stylianou handelte es sich um eine überdurchschnittlich hohe Rückgabemenge. Deshalb hätten die Mitarbeiter entschieden, die Polizei zu informieren. Stylianou entschuldigt sich: „Wir bedauern, falls wir mit der vorbeugenden Sicherheitsmaßnahme einen Kunden zu unrecht kompromittiert haben.“

alb

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