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Gifhorn Stadt Nach Gebeten folgt der Guss
Gifhorn Gifhorn Stadt Nach Gebeten folgt der Guss
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00:15 09.04.2014
1250 Grad heiß: Die Temperatur im Ofen muss passen. Acht Stunden vor dem Guss wird eingeheizt. Quelle: Photowerk (ba)
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Schon auf der Hinfahrt stimmte sich die Gruppe auf das kommende Erlebnis ein. Pastorin Christel Gades las während der Busfahrt das Gedicht „Die Glocke“ von Friedrich Schiller.

In Gescher gab es nach einem gemeinsamen Mittagessen dann erst einmal eine Führung durch die Glocken- und Kunstgussmanufaktur Petit & Gebrüder Edelbrock. Ellen Hüsker erklärte den Wahrenholzern, wie aus der Idee eine Glocke entsteht.

Dann endlich war es so weit. Gemeinsam mit Vertretern der Gemeinden Flinsberg und Wiesmoor, für die ebenfalls Glocken gegossen wurden, durften die Wahrenholzer, nur wenige Meter vom Ofen entfernt, dem Glockenguss zusehen. Vorher gab es – direkt am Ofen – eine gemeinsame ökumenische Andacht der drei Gemeinden mit Fürbitte und Liedern.

Dann folgten Hammerschläge, um die Ofenwand zu öffnen, und mit 1250 Grad Temperatur lief die Bronzemasse in die fest in der Erde eingemauerten Formen. Seit 1690 werden in Gescher freitags um 15 Uhr die Glocken gegossen – freitags um 15 Uhr soll Jesus ans Kreuz geschlagen worden sein.

Mit Gesang während der Busfahrt ging es für die Wahrenholzer wieder nach Hause – tief beeindruckt vom Erlebten und voller Vorfreude auf die neuen Glocken.

ba

Eine Woche Auskühlzeit

Es ist ein langer Weg von der Idee zur neuen Glocke. In Wahrenholz wird seit mehr als einem Jahr an der Planung und Finanzierung der 130.000 Euro teuren Maßnahme gearbeitet, bei der drei der vier Kirchenglocken ausgetauscht werden sollen. Am Freitag wurden die neuen Glocken gegossen – vorher gab es viel zu tun, und abgeschlossen ist die Arbeit bis zur Einweihung zu Pfingsten auch noch nicht.

Es war ein von den Wahrenholzern lang ersehnter Moment, in dem sich endlich die Bronzemasse aus dem Ofen in die Glockenformen ergossen hat. Wochen vorher schon hat Glockengießer Hans-Göran Hüsker die Glocken gezeichnet und die Tonlagen bestimmt.

Aus den Plänen entstanden ein gemauerter Glockenkern und eine so genannte falsche Glocke. Aus dieser Form wurde der Mantel gezogen, in den wiederum der Kern eingepasst wird. Dieses Gebilde wird in der Glockengrube eingemauert. In die verbleibenden Zwischenräume fließt beim Guss die 1250 Grad heiße Bronzemasse und formt so die Glocke. Die Rinnen, durch die die Bronzemasse fließt, wurden in der Nacht vor dem Guss gebrannt, der Ofen wird acht Stunden vorher eingeheizt, die Temperatur muss genau passen.

Nach dem Guss muss die Glocke noch eine Woche auskühlen. In drei bis vier Wochen wird die Glocke von einem Gutachter abgenommen. Der stählerne Klöppel stammt übrigens aus einer Schmiede in Süddeutschland.

Anfang Mai wird auch in Wahrenholz wieder gearbeitet. Dann beginnen die Bauarbeiten am Turm, die alten Glocken werden entnommen. Wann die neuen Glocken geliefert werden, steht noch nicht fest – fest steht aber, dass sie am Pfingstsonntag mit einem Gottesdienst eingeweiht werden sollen.

ba

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