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Nach Brand: Verwaltung und Lehrer ziehen um

Gifhorn Nach Brand: Verwaltung und Lehrer ziehen um

Außerplanmäßige Verlängerung der Pfingstferien für Gifhorns Albert-Schweitzer-Schüler: Nach dem Brand muss der provisorische Arbeitsalltag nach Verlust des Verwaltungstrakts organisiert werden. Darum startet der Unterricht erst am Montag. Das Schuljahr soll regulär abgeschlossen werden.

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Verwaltungstrakt zerstört: Nach dem Großbrand muss die Albert-Schweitzer-Schule ihre Organisation umstrukturieren.

Quelle: Photowerk (cc)

Gifhorn. Als hätte er mit dem immer noch nicht genehmigten Ganztagsbetrieb nicht Kummer genug, muss Rektor Oliver Buchleither nun auch noch seine Verwaltung neu aufbauen. Gestern bezogen er und Konrektorin Franziska Mende den Trainingsraum. Der ist künftig Sekretariat, Konrektoren- und Rektorenzimmer in einem, die Mensa wird das Lehrerzimmer.

„Es sind noch viele Details zu klären“, so Buchleither. Die Hauptschultoilette sei nicht mehr zu gebrauchen, ein Toilettenwagen muss her. Ebenfalls gesperrt ist die Pausenhalle. Optisch sehe sie intakt aus, sagt Fachbereichsleiter Jens Brünig von der Stadt. Doch „der Geruch hängt in der Decke und in den Wänden“. Künftig seien Pausen draußen oder in den Klassenräumen.

„Wir sind aufgeschmissen“, kommentiert Buchleither den Verlust von Kopierer und Telefonanlage. Wenigstens seien das Netzwerk und die Rechner aus den Büros intakt geblieben. Und: Zwar sei noch unklar, wie viel Unterrichtsmaterial verloren sei, aber die Schülerakten seien nicht betroffen. Trotz aller Probleme werde die Albert-Schweitzer-Schule das Schuljahr regulär beenden, versichert Buchleither.

Die Grundschüler werden in dieser Woche - allerdings nur in dringenden Notfällen - im benachbarten Kreismedienzentrum betreut. Klassenräume fallen laut Buchleither nach ersten Einschätzungen voraussichtlich nicht aus. Wenn doch, so Brünig, könne auch da das Medienzentrum in der nächsten Zeit vorübergehend helfen.


Stadt rechnet mit Neubau

Nach dem Großbrand am Samstagmorgen rechnet die Stadt Gifhorn mit einem Totalverlust des Verwaltungstraktes der Albert-Schweitzer-Schule. Auch die Zukunft der Pausenhalle scheint unklar.

„Unser Eindruck ist, dass da nicht mehr viel zu retten ist“, sagt Fachbereichsleiter Jens Brünig zum betroffenen Gebäudeteil. Die Stadt stelle sich bereits darauf ein, ihn neu bauen zu müssen.

Doch das ist erst der zweite Schritt. Wichtiger sei jetzt die Sicherung der Brandruine. Zudem müssen Gutachten erstellt werden, unter anderem für die Versicherung.

Und die Pausenhalle? Sie sehe unversehrt aus, aber: „Der Geruch hängt in Decke und Wänden“, sagt Brünig. Fachleute müssten klären, ob ein Neubau nötig sei.


Polizei ermittelt noch

Die Ermittlungen der Gifhorner Polizei zur Ursache des Großbrands in der Albert-Schweitzer-Schule laufen auf Hochtouren. Noch steht nicht fest, ob es sich um Brandstiftung oder technischen Defekt handelt.

Vor drei Wochen habe es bereits eine versuchte Brandstiftung gegeben, sagte Rektor Oliver Buchleither. Hat es diesmal geklappt? Die Polizei will sich noch nicht festlegen. „Wir haben noch keine abschließenden Erkenntnisse“, sagte Sprecher Thomas Reuter. Es deute nichts zweifelsfrei auf Brandstiftung hin. „Container waren diesmal nicht im Spiel.“

Auch ein technischer Defekt sei möglich. Ein Brandsachverständiger werde sich heute mit den Brandermittlern der Polizei vor Ort treffen.

rtm

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