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Nach Beiß-Unfällen: Dalldorfer fordern Maulkorbzwang

Dalldorf Nach Beiß-Unfällen: Dalldorfer fordern Maulkorbzwang

Dalldorf. „Schutz vor gefährlichen Hunden“ nennt sich eine neue Bürgerinitiative (BI) in Dalldorf. Die gründete sich nach drei Attacken von Hunden einer Dalldorferin. „Ein Mann angegriffen, ein Hund durch Bisse verletzt, ein Hund tot gebissen“, zählen die BI-Mitstreiter auf. Anlass für Dieter und Anne Vendl, Bärbel Buhse und Karin Budewig, 175 Unterschriften zu sammeln, die sie jetzt Ordnungsamts-Chef Ralf Heuer überreichten. Ihr Ziel dabei: „Maulkorb- und Leinenzwang für diese Hunde“.

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„Maulkorb als Auflage“ fordern die Dalldorfer: Dieter Vendl (r.) überreichte dazu 175 Unterschriften an Ralf Heuer.

Quelle: Hilke Kottlick

Deren Besitzerin aus Dalldorf führt bei der Polizei Diensthunde, teilt sie auf AZ-Anfrage mit. „Mir tun diese Vorfälle, die mit meinen Privathunden passiert sind, außerordentlich Leid“, versichert sie, genauso: „Die Auflagen Maulkorb und Leinenzwang in Ortslage befolge ich schon länger.“ Das bezweifeln die BI-Aktiven. Sie listen Abläufe chronologisch auf.

Danach habe es 2012 in den Okerwiesen einen Hunde-Angriff auf einen Einwohner gegeben. Im selben Gebiet sei die Hündin von Karin Budewig durch Bisse verletzt, und im Dezember ein Hund im Ort tot gebissen worden. Dieser Vorfall passierte „vor meiner Tür“, bestätigt die Polizistin. „Das Tor klemmte, mein Hund lief raus, verteidigte sein Revier und tötete dabei den anderen Hund“, sagt sie und wiederholt: „Es tut mir alles aufrichtig Leid.“ Aber sie könne es ja nicht rückgängig machen. Sie sei selbstverständlich für alle Schäden aufgekommen. Das bestätigt die BI. Die Mitstreiter fordern trotzdem mit Nachdruck Sicherheit für Kinder, Hunde, sich selbst. „Ich wünsche mir, wieder ohne Pfefferspray in der Okeraue spazieren zu gehen“, sagt Karin Budewig.

Die BI überreichte Unterschriften im Ordnungsamt. Sie fordert: „Schutz der Bürger, Maulkorb als Auflage.“ Gleichsam aber sucht sie jetzt das offene Gespräch mit der Polizistin, die dazu spontan ihre Bereitschaft signalisiert habe.

hik

Jetzt prüft der Kreis

Meinersen. „Innerorts müssen die Hunde der Dalldorferin einen Maulkorb tragen und sie dürfen dort nur an kurzer Leine geführt werden.“ So lauten laut Ralf Heuer, Chef des Ordnungsamtes in der Samtgemeinde Meinersen, die Auflagen, die der Polizistin bereits zugestellt wurden.

Heuer nahm die Unterschriftensammlung der Dalldorfer Bürgerinitiative entgegen. Im Rahmen der Zuständigkeit sei jetzt der Landkreis am Zuge, die Sachlage „im Sinne geltenden Rechtes“ zu überprüfen, sagte er. Das heißt: Der Landkreis ist involviert und wird prüfen, ob es sich – so Heuer – in dem Fall um „gefährliche Hunde handelt“. Dabei pochte der Ordnungsamtsleiter auf Zusammenarbeit mit dem Kreis und er sagte „wir tauschen uns selbstverständlich aus“.

Zu dem aktuellen Fall wollte sich Dr. Christof Schwartpaul nicht äußern. „Der Vorfall wird geprüft“, versicherte der Kreisveterinär. „Gehen bei uns Anzeigen ein, gehen wir denen natürlich nach“, sagte er und verwies auf das Niedersächsische Hundesgesetz. So werde im Laufe solcher Verfahren unter anderem geprüft, ob ein Hund gefährlich und der Halter zuverlässig ist.

 hik

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