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Nach 21 Jahren: Wiedersehen mit Störchin

Hillerse Nach 21 Jahren: Wiedersehen mit Störchin

Hillerse. Spannende Jahre einer Störchin: 1992 wurde sie als verwaistes Jungtier von Weißstorchbetreuer Hans Jürgen Behrmann aus einem Nest in Bröckel geborgen und zur Aufzucht nach Leiferde gebracht.

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Quelle: Archiv

Dort erhielt sie die Ringnummer 046 P der Vogelwarte Helgoland. Im Juni des Jahres 2013 - gut 20 Jahre später - gab es ein Wiedersehen. Behrmann traf in Hillerse auf diese Störchin, mit der er damals zu tun hatte - „in der dramatischen Situation vor 21 Jahren“.

Behrmann blickt zurück: Danach wuchsen vorigen Sommer - nach 50 Jahren - in Hillerse wieder Storchenjunge heran. Einer von Behrmanns Mitbeobachtern stellte fest, dass deren Storchenmutter einen Alu-Ring trug. „Da seit zehn Jahren mit Kunststoffringen gearbeitet wird, musste dieser Storch älter sein“, wusste Behrmann. Sein Jagdfieber war geweckt. Er beobachtete das Nest in Hillerse, erkannte die Nummer der Altstörchin und mochte kaum glauben, was darauf stand, nämlich „046 P Vogelwarte Helgoland“.

Der Storchenbetreuer machte sich jetzt auf, den Lebensweg der 21 Jahre alten Störchin zu erforschen. Behilflich dabei war ihm der ehemalige Weißstorchbetreuer Hans Reither von der Beringungsstation Helgoland. Behrmanns Fazit letztlich: „Störchin Nummer 046 P ist in 21 Jahren Mutter von 20 flüggen Jungen geworden“. Nach der Bergung als Jungtier 1992 in Bröckel und dem Wiedersehen mit der Altstörchin 2013 in Hillerse habe sich für ihn nun „ein Kreis geschlossen“.

hik

Behrmanns Recherche:

1992: Drei Jungtiere werden in Bröckel geborgen und nach Leiferde gebracht. Eines erhält die Nummer 046 P.

1995: 046 P wird in Ahnsen gesichtet.

1997: Die Störchin zieht in Klein Schwülper drei Junge auf.

1998/99: Sie wird in Watenbütel beobachtet.

2000, 2001, 2002: Brut in Klein Schwülper.

2003: Brut in Watenbüttel, Verlust des Männchens, vier ihrer Eier werden geborgen und zu einer Pflegestelle gebracht. Die verwaiste Mutter attackiert ein besetztes Nest in Klein Schwülper. Dabei werden alle Jungen getötet.

2004 bis 2009: Sichtung in Wendeburg und Harvesse.

2013: Brut in Hillerse, die beiden Jungen von 046 P werden beringt und fliegen Ende August in den Süden.

hik

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