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Nach 150 Jahren: Aus für Ratsschänke

Gifhorn Nach 150 Jahren: Aus für Ratsschänke

Die Ratsschänke am Steinweg zählt zu den ältesten Gastronomie-Betrieben in Gifhorn. Nach mehr als 150 Jahren ist jetzt Schluss. Inhaber Friedel Lange schließt das Restaurant zum 1. Juli. Der Hotelbetrieb läuft weiter.

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Aus für einen Traditionsbetrieb: Die Gifhorner Ratsschänke schließt, vergeblich hatte Friedel Lang nach einem Nachfolger gesucht.

Quelle: Photowerk (sp)

„Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt Lange, der das Lokal mit Ehefrau Brigitte 30 Jahre lang geführt hat. „Ich bin jetzt 69 Jahre alt - irgendwann muss mal Feierabend sein“, erklärt der beliebte Gastronom,

Vergeblich hatte Lange sich bemüht, einen geeigneten Nachfolger für das Restaurant zu finden. „Es ist schwer - bisher blieb die Suche erfolglos“, bedauert Lange. Stammgäste, die er bereits über die bevorstehende Schließung des Restaurants informiert hat, seien traurig. Den Hotelbetrieb - Lange und Ehefrau Brigitte vermieten zehn Zimmer - soll es vorerst weiter geben.

Das Gebäude der heutigen Ratsschänke hat Tradition: Nach einem Großbrand im Jahr 1669 wurde auf dem „wüsten Platz“ an der Durchgangsstaße Am Sande (heutiger Steinweg) 1681 ein Haus errichtet und als Schuhmacher-Werkstatt genutzt. Dies bekundet eine Steinplatte, die im Vorraum der Gastronomie eingemauert ist. Fast zwei Jahrhunderte später, im Jahre 1861, wurde das Haus in das „Gasthaus zum Stern“ umgestaltet. Der für Reisende und Fuhrleute beliebte Anlaufpunkt wurde auch als Pferdewechselstation genutzt.

Später wurde das Gasthaus - es wurde von Karl Kadow betrieben - in Ratsschänke umbenannt. Bei Umbauarbeiten 1957 und 1965 wurden die Pferdeställe und Scheunen abgerissen.

Brigitte und Friedel Lange übernahmen die Ratsschänke im April 1985. Durch einen Um- und Ausbau wurden 1994 die Hotelzimmer modernisiert. Das Restaurant in dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude wurde 1997 neu gestaltet und bietet Platz für 75 Gäste.

ust

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