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Mutmaßlicher Salafist (17) aus Gifhorn vor Gericht

Reise in den „Heiligen Krieg“ Mutmaßlicher Salafist (17) aus Gifhorn vor Gericht

Sechs junge Männer aus Norddeutschland, einer davon ein 17-jähriger aus Gifhorn, wollten in den „Heiligen Krieg“ ziehen, bei der Terrormiliz Islamischer Staat den Umgang mit Waffen und Sprengstoff lernen - davon ist die Anklage überzeugt. Die mutmaßlichen Salafisten stehen nun in Hamburg vor Gericht.

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Rauch steigt in Al-Rakka (Syrien) während Gefechten zwischen Soldaten der Syrischen Demokratischen Kräfte und der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf. Am Montag beginnt vor dem Landgericht Hamburg ein Prozess gegen sechs mutmaßliche Salafisten, die sich in Syrien zu IS-Kämpfern ausbilden lassen wollten.

Quelle: dpa

Hamburg/Gifhorn. Vor dem Hamburger Landgericht beginnt am Montag der Prozess gegen sechs mutmaßliche Salafisten aus Norddeutschland, die sich laut Anklage bei der Terrorgruppe Islamischer Staat in Syrien zu Kämpfern ausbilden lassen wollten. Ihr Ziel sei es gewesen, mit diesen Erfahrungen schwere staatsgefährdende Gewalttaten in und außerhalb Syriens zu begehen, lautet der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Weit kamen die Männer im Alter zwischen 17 und 26 Jahren nach ihrer Abreise am 7. April dieses Jahres nicht.

Ein Angeklagter fiel bereits an der österreichisch-ungarischen Grenze mit fremden Ausweispapieren auf. Die übrigen Männer wurden in Bulgarien an der Weiterreise in die Türkei gehindert. Seither sitzen die mutmaßlichen Salafisten, die die deutsche Staatsangehörigkeit haben, in Untersuchungshaft.

Drei Angeklagte (17, 19 und 26) stammen aus Hamburg, ein 19 und ein 20 Jahre alter Angeklagter wohnen in Schleswig-Holstein. Ein weiterer 17-Jähriger kommt aus Gifhorn.

Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass sich die jungen Männer ab Juli 2015 radikalisierten. Bereits von März 2016 an hätten sie ihre Ausreise nach Syrien geplant. Sie wollten nach Erkenntnissen der Ermittler beim IS den Umgang mit Waffen und Sprengstoff lernen und sich Kampftechniken beibringen lassen, um Gewalttaten zur Unterstützung des IS begehen zu können. Eine konkrete Anschlagsplanung sei aber nicht Gegenstand der Anklage, betonte das Gericht.

Vier der Angeklagten müssen sich zudem wegen ihres Verhaltens bei einer Polizeikontrolle im März dieses Jahres verantworten. Sie sollen sich geweigert haben, ihre Ausweise zu zeigen und Widerstand geleistet haben.

Das Landgericht Hamburg hat noch 20 weitere Termine bis zum April 2018 anberaumt.

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