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Gifhorn Stadt Mitbestimmung spielt eine große Rolle
Gifhorn Gifhorn Stadt Mitbestimmung spielt eine große Rolle
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00:25 28.04.2018
Wer darf wann wie lange schaukeln? Im Waldkindergarten wird das ausdiskutiert. Quelle: Christina Rudert
Winkel

Schon am Parkplatz, wenn die Eltern ihre Kinder abgesetzt haben, ist die erste Entscheidung fällig: Wollen die Kleinen Füchse aus dem Winkeler Waldkindergarten durch die Heide zu ihrem Bauwagen laufen oder durch den Wald? Per Abstimmung legt die Mehrheit fest, wo es lang geht, und da gibt es auch selten Gezeter.

„Die altersgemäße Mitbestimmung ist laut UN-Kinderrechtskonvention ein Recht der Kinder“, sagt Einrichtungsleiterin Beate Schön, die mit ihrem Team Katharina Riefenberg, Monika Hapka und Angelika Ostendörp die 14 Kinder begleitet.

Abzählreim in der Morgenrunde

Was da so juristisch daher kommt – Kinderjugendhilfegesetz SGB VIII § 1 Abs. 3 –, ist bei den Kleinen Füchsen gelebter Alltag. Mit einem Abzählreim tentert Marlon aus, wer heute in der Morgenrunde als Erstes ein Instrument zum Begleiten der Lieder aussuchen darf. Dann geht es im Uhrzeigersinn weiter mit der Auswahl. Und nach jeder Strophe wandern die Instrumente ein Kind nach links. Chris möchte unbedingt die Trommel haben. Geduldig wartet der Dreijährige fünf Strophen lang, bis die Trommel endlich bei ihm landet.

Die Hängematte ist bei den Kindern der Hit. „Mit wem sie schaukeln möchten, dürfen sie auch selbst entscheiden“, sagt Beate Schön. Nur die Zeit ist limitiert: Die große Sanduhr braucht fünf Minuten, dann ist der Inhalt von oben nach unten durchgelaufen und die nächsten sind dran. „Ein paar Grenzen setzen wir natürlich schon“, nennt die Leiterin der Einrichtung zum Beispiel den Punkt, dass bei Frost definitiv nicht draußen gefrühstückt wird.

Geheime Abstimmung

An diesem sonnigen Vormittag steht eine wichtige Entscheidung an: Mit welchem Thema wollen sich die Kinder als nächstes beschäftigen? Die Erzieherinnen haben verschiedene Vorschläge in Wort und Bild auf ein großes gelbes Plakat notiert, die sie in den Tagen zuvor als Themen aufgeschnappt haben: Flugzeuge, Polizei, Feuerwehr, Freundschaft, Dinosaurier und Monster tauchen dort zum Beispiel auf. Das Plakat liegt im Bauwagen. Katharina Riefenberg holt die Kinder einzeln herein, liest jedem noch mal die verschiedenen Angebote vor, und dann darf jedes Kind neben zweien der Vorschläge einen Fingerabdruck machen. „Das ist eine geheime Abstimmung, weil die Kinder sich sonst gegenseitig beeinflussen“, erklärt Katharina Riefenberg.

Von Christina Rudert

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