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Mit Holzpflöcken und Lockstoffen auf der Spur der Wildkatze

Landkreis Gifhorn. Mit Holzpflöcken und Lockstoffen auf der Spur der Wildkatze

Auf den Spuren der Wildkatzen: Sind sie im Landkreis Gifhorn heimisch?. Dieser Frage gehen jetzt BUND-Kreisgruppe, Hegering und Naturschutzobmann Carlo Laser nach - mit der Lockstock-Methode und der Überprüfung von Gen-Material.

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Auf der Spur der Wildkatzen: Bis April läuft im Landkreis Gifhorn ein Projekt zum Nachweis des seltenen Tieres.

Quelle: eingereicht

Landkreis Gifhorn. Wie weist man ein Tier nach, das nicht gesehen werden will und einer anderen Art zum Verwechseln ähnlich sieht? - Mit der so genannten Lockstock-Methode wollen BUND-Kreisgruppe und Hegering und Naturschutzobmann Carlo Laser Wildkatzen im Landkreis Gifhorn zu einer freiwilligen Abgabe von Gen-Material bewegen.

In welchen Teilen des Kreises ist die scheue Wildkatze mittlerweile heimisch? Wie weit wandert sie? Wie groß und stabil sind die Vorkommen?: 70 Spezial-Holzpflöcke hat Gamsens Sägewerks-Chef Christian Schrader für das Vorhaben angefertigt und spendiert, um den Wildkatzen auf die Spur zu kommen. Gemeinsam mit Laser überreichte Hegeringschef Joachim Keuch jetzt dem Vorstand der BUND-Kreisgruppe mit Raimund Wunderlich, Eva Gresky und Manfred Michel die Lockstoffe.

Und so funktioniert es: Die rauen Holzpflöcke werden im Wald in den Boden gesteckt und mit dem Lockstoff besprüht. Angelockt durch den Duft kommen Wildkatzen - sie sind landesweit als gefährdete Art eingestuft - zu den Stöcken, reiben sich daran und hinterlassen so einige Haare an der rauen Oberfläche. Geschulte Ehrenamtliche sammeln später die Haarfunde ein und schicken sie zur genetischen Untersuchung. Aus den Haarwurzeln können die Genetiker dann später Genmaterial der Tiere isolieren. Auf Grund der DNA-Bestimmung können so die Vorkommen der Europäischen Wildkatze im Kreisgebiet zweifelsfrei bestätigt werden.

„Die 70 Pflöcke werden im gesamten Kreisgebiet verteilt“, erläutert Hegering-Leiter Joachim Keuch das Vorgehen. Dabei werde die Nähe zu Siedlungen und Wohngebieten vermieden, um möglichst keine Hauskatzen anzulocken.

Die Europäische Wildkatze ist übrigens keine verwilderte Hauskatze. Sie lebte schon in den Wäldern der Region, lange bevor die Römer ihre zahmen Verwandten mit über die Alpen brachten.

ust

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