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Gifhorn Stadt Mit Forke gegen Fremdherrschaft
Gifhorn Gifhorn Stadt Mit Forke gegen Fremdherrschaft
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00:16 01.08.2013
Befreiung von der Fremdherrschaft: Susanne Ziegenbein (v.l.), Harald Harms und Henning Schulze am Gedenkstein von 1813. Quelle: Christian Albroscheit
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Bürgermeister Henning Schulze sagt: „Die Erinnerung an diesen wichtigen Punkt der Jembker Geschichte muss gewahrt bleiben.“

Der Jembker Heimatforscher Harald Harms hat sich mit der Geschichte des Steins befasst. Dieser wurde 1913 im Rehmenforst gehoben, auf einen mit sechs Pferden bespannten Wagen geladen und mit Musik und unter großer Beteiligung der Bevölkerung ins Dorf gebracht.

Zum 100. Jahrestag der Befreiung von der Fremdherrschaft und zum 25-jährigen Regierungsjubiläum von Kaiser Wilhelm II. wurde er schließlich im selben Jahr eingeweiht. „Im Fundament wurde eine Urkunde eingemauert“, weiß Harald Harms. Darin steht: „Wir, die Gemeinde Jembke, errichten hiermit diesen Granitblock als ein Zeichen der Dankbarkeit gegen unsere Vorfahren, die vor hundert Jahren unter Einsetzung von Gut und Leben das Vaterland befreiten.“ Bürgermeister Henning Schulze erklärt: „Viele Jembker Bauern haben damals nur mit einer Forke bewaffnet gegen die Fremdherrschaft gekämpft.“

Und deshalb steht der Gedenkstein heute dort, wo früher die meisten landwirtschaftlichen Höfe lagen: am Rundling direkt zwischen Kirche und Bundesstraße.

Mehr als 60 Jahre lag er zuvor auf dem alten Friedhof, beinahe vergessen, und kaum ein Jembker wusste um die Bedeutung des Steins. Das soll sich jetzt wieder ändern. „Hoffentlich hat das Mahnmal nun seinen endgültigen Standort gefunden“, sagt Harald Harms.

alb

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