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Minister hält Plädoyer für Verbraucherrechte

Christian Meyer in Gifhorn zu Gast Minister hält Plädoyer für Verbraucherrechte

Den Tierschutz weiter verbessern und die Verbraucherrechte stärken: Christian Meyer, Landwirtschaftsminister in Niedersachsen, zog am Dienstagabend in der Scheune des Deutschen Hauses eine Bilanz seiner bisherigen Arbeit.

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Einsatz für Tierschutz: Minister Christian Meyer sprach in der Scheune des Deutschen Hauses..

Quelle: Cagla Canidar

Gifhorn. 45 Minuten lang sprach Meyer – er war vom Kreisverband der Grünen eingeladen worden – vor mehr als 40 Zuhörern. Danach stellte er sich den Fragen aus dem Publikum.

„Wir haben dem Tierschutz eine Stimme gegeben und wollen keinen Ausbau der industriellen Massentierhaltung in Land und Bund“, ging Meyer auf den niedersächsischen Tierschutzplan ein. Er sei fast vollständig umgesetzt worden. So dürften Legehennen seit dem 1. Januar 2017 nicht mehr die Schnäbel beschnitten werden. Bauern, die ihren Schweinen nicht die Ringelschwänze kürzen, würden mit einer Prämie belohnt, so der Minister. Auch für das freie Abferkeln gebe es jetzt Prämien. Landwirte bekommen jetzt 150 Euro pro Sau, wenn diese mit ihren Ferkeln im Kastenstand deutlich mehr Platz hat. Die Prämie sei bereits für erste Betriebe bewilligt worden.

„Wir müssen zu fairen Preisen kommen, denn Lebensmittel sind zu billig und werden teilweise verramscht“, steht für Meyer fest. Viele Deutsche kauften sich den teuersten Grill, schmissen aber dann das billigste Fleisch auf den Rost, forderte der Minister ein Umdenken der Verbraucher.

Dieses Ziel will der Minister auch mit einem jüngst eingeführten Weidemilch-Label erreichen. Es soll die Entwicklung hin zu immer größeren Kuhställen stoppen. Zudem solle es den Verbrauchern zeigen: Diese Milch stammt von glücklichen Kühen, die mindestens 120 Tage im Jahr sechs Stunden auf der grünen Wiese grasen und kein genmanipuliertes Futter erhalten. Fünf Cent mehr pro Liter Weidemilch sollen beteiligte Bauern erhalten.

Bewährt habe sich ebenfalls das vor drei Jahren für Großbetriebe in Niedersachsen eingeführte Meldesystem über die Antibiotika-Vergabe. Der Antibiotika-Einsatz bei Schweinen und Hühnern habe sich halbiert.

In Sachen Volkswagen-Abgasaffäre hat der Minister ebenfalls eine klare Meinung: „Wir sind für ein Sammelklagerecht für Verbraucher.“ Verbraucherschutz müsse auch gegen Interessen großer Wirtschaftsunternehmen durchgesetzt werden, steht für Meyer fest.

Von Uwe Stadtlich

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