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Gifhorn Stadt Mildes Urteil in Drogen-Prozess (29)
Gifhorn Gifhorn Stadt Mildes Urteil in Drogen-Prozess (29)
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00:26 19.05.2018
Prozess um Drogen: Ein 29-Jähriger kam noch einmal mit einer Bewährungsstrafe davon. Quelle: Photowerk (Archiv)
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Gifhorn

Zunächst wollte sich ein 29-Jähriger aus dem Kreis Gifhorn, der wegen Drogenhandels und -besitzes vor einem Gifhorner Schöffengericht angeklagt war, nicht zur Sache äußern. Als der Vorsitzende Richter und auch die Staatsanwältin aber für den Fall eines Geständnisses eine Bewährungsstrafe für nicht ausgeschlossen hielten, sagte der Mann nach Beratung mit seinem Anwalt aus und gab zumindest den Besitz zu. Er erhielt eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren – mit Bewährung.

„Mein Mandant hat schon immer gegen den Vorwurf des gewinnbringenden Verkaufs protestiert’“, erklärte der Anwalt des Angeklagten. Dem Gericht reichte aber das Teilgeständnis, obwohl es laut Staatsanwältin auch einige Hinweise darauf gab, dass die 160 Gramm Marihuana, die im Mai 2016 bei einer Hausdurchsuchung gefunden wurden, verkauft werden sollten. So stellten die Beamten etwa Utensilien für eine genaue Portionierung sicher.

„Auch der Besitz ist ein Verbrechenstatbestand“, so der Vorsitzende Richter, der bei dem mehrfach einschlägig vorbestraften Angeklagten eine grundsätzlich positive Entwicklung ausmachte. Er habe sich eigenverantwortlich einen Therapieplatz besorgt und suche jetzt auch noch regelmäßig die Suchtberatung auf. Der Beschuldigte belegte außerdem, dass er jetzt einen Praktikumsplatz habe – mit der Aussicht auf eine Lehrstelle. Seine Freundin stehe zu ihm, und er habe sich aus dem Drogenumfeld gelöst.

Wegen dieser positiven Sozialprognose ließ das Gericht Milde walten und verurteilte den 29-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren mit Bewährung. Außerdem muss er sich im nächsten Jahr insgesamt sechs Drogenkon-trollen unterziehen.

Von Frank Reddel

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