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Milchbauern in Sorge: Existenzen bedroht

Kreis Gifhorn Milchbauern in Sorge: Existenzen bedroht

Kreis Gifhorn. Der Milchpreis liegt am Boden - und treibt auch den Milchbauern im Landkreis Gifhorn die Sorgenfalten auf die Stirn. „Der Preis ist so schlecht wie lange nicht mehr“, sagt Helmut Evers, Milchbauer aus Wahrenholz. Existenzen seien bedroht.

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Preise liegen am Boden: Die Milchbauern im Landkreis sind in Sorge.

Quelle: Archiv

Der Preis liege zwischen 26 und 28,5 Cent pro Liter. Um die Arbeit der Bauern zu entlohnen, müsse er etwa bei 35 Cent liegen, so Evers, der einen Familienbetrieb mit 80 Milchkühen bewirtschaftet. „Ich arbeite in dem Familienbetrieb eine Zeitlang umsonst, das macht nicht gerade Spaß.“

Ein Betrieb mit Angestellten fahre ein noch dickeres Minus ein. „Es geht an die Substanz“, so Evers. Ausschlaggebend für die prekäre Situation sei nicht die Abschaffung der Milchquote im April. In ganz Deutschland werde nämlich nur ein Prozent mehr Milch produziert als im Vorjahr. Die Ursache der Misere liege darin, dass der chinesische Markt schwächele und der russische am Boden liege. Diese Länder machten 25 Prozent des Welthandels mit Milchprodukten aus. „Und der deutsche Einzelhandel nutzt das eiskalt aus“, so Evers. Im Moment sei noch keine Besserung in Sicht. Evers ist sicher, dass die Nachfrage wieder anspringt - die Frage sei nur, wann. „Viele Milchbauern haben aber Sorge, dass sie es bis dahin nicht mehr schaffen.“

Deshalb hat Evers Wünsche an die Politik. Sie müsste den Milchbauern zeitlich begrenzte Steuererleichterungen zugestehen - für finanzielle Rückstellungen in guten Zeiten, auf die dann in schlechten Zeiten zugegriffen werden dürfe. „Das würde helfen, um Existenzen zu sichern“, ist Evers überzeugt.

fed

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