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Miese Masche im Namen seriöser Organisationen

Gifhorn Miese Masche im Namen seriöser Organisationen

Gifhorn. Mit dem Namen seriöser Organisationen bei Gutgläubigen Spenden abgreifen: Diese Masche ist laut Polizei zwar ein alter Hut, funktioniert aber immer wieder. Aktuell sind Trickbetrüger im Kreis Gifhorn erfolgreich.

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Dubiose Spendensammler auf Tour: Seriöse Hilfsorganisationen leiden darunter, dass in ihrem Namen Schindluder getrieben wird.

Quelle: Archiv

Gifhorn. „Wir sind noch nie von Haus zu Haus gegangen“, sagt Claudia Klement vom Kinderschutzbund. Sie hatte vor einigen Tagen einen Anruf von einer Kioskbesitzerin aus der Sassenburg, der eine Frau angeblich für die Institution bemalte Postkarten zum Preis von 19 Euro das Stück andrehen wollte. „Wir sind aus allen Wolken gefallen“, so Klement.

Einige andere Bewohner im Kreis Gifhorn nach dem Bericht in der AZ am Samstag offenbar auch, denn gestern erreichten die Polizei zahlreiche Hinweise aus dem ganzen Kreis auf die dubiose Kartenverkäuferin, berichtet Polizeisprecher Thomas Reuter. Möglicherweise seien bereits mehrere gutgläubige Menschen darauf reingefallen. „Gerade ältere Leute sind arglos, zahlen die 19 Euro und glauben, etwas Gutes getan zu haben.“

Oder sie gehen einem angeblichen ASB-Mitglied auf den Leim, das für die Einrichtung einer neuen Rettungswache Spenden zu sammeln angibt - weil das DRK seine nicht mehr betreibe. Alles Quatsch, sagt DRK-Chef Stephan Klauert. Seine Befürchtung: Solche Betrügereien könnten Spendenwillige verprellen. Das DRK kündige seine Herbstsammlungen jedenfalls vorher an und statte seine Mitglieder entsprechend aus: „Die haben Ausweise und vor allem Sammellisten dabei.“

Klement hofft, dass die Bürger vorsichtiger werden, sich Ausweise zeigen lassen, wenn sie an Haustüren um Spenden gebeten werden. Dazu rät auch Reuter. Im Zweifelsfall sollte die Tür wieder zugemacht und bei der jeweiligen Institution nachgefragt werden.

rtm

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