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Gifhorn Stadt Mies: Kaffeefahrt für eine Tote
Gifhorn Gifhorn Stadt Mies: Kaffeefahrt für eine Tote
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09:00 16.09.2014
Warnt vor dreister Masche: Polizeisprecher Thomas Reuter. Quelle: Archiv (2)
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Die Tochter der Verstorbenen ist geschockt über die unseriösen Praktiken der Reisefirma. Sie warnt andere Senioren: „Ältere Menschen sollen vermutlich um ihr Erspartes gebracht werden.“

Rentner, die als Clubmitglieder zu Busreisen durchstarten können und denen dabei kostenlos Präsentkörbe, Frühstück und Mittagessen versprochen werden: Christa Hagemann von der Awo-Verbraucherberatung kennt die Tricks und Kniffe solcher Kaffeefahrt-Anbieter. Denen gehe es in der Hauptsache darum, Heizdecken, Töpfe und andere Waren für überteuerte Preise an Senioren zu verkaufen.

Reisebuchungen, die nie getätigt worden sind und dubiose Buchungsbestätigungen: Hagemann rät dazu, Post von solchen Firmen umgehend im Papierkorb zu entsorgen. „Gezielt werden Adressen von älteren Leuten eingekauft und angeschrieben - dass darunter auch bereits Verstorbenen sind, nimmt man in Kauf“, weiß sie.

Auch Polizeisprecher Thomas Reuter rät: „Finger weg, denn das sind unseriöse Anbahnungsmaschen, um schnelles Geld zu verdienen.“ Juristische Schritte gegen diese Firmen einzuleiten, sei häufig schwierig. „Straftaten sind schwer begründbar, die Unternehmen bewegen sich in einer rechtlichen Grauzone.“

Der Bus zur Sommerschifffahrt 2014 startet heute übrigens vom Gifhorner Omnibus-Bahnhof.

ust

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