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Michael Hirte in der Stadthalle

Gifhorn Michael Hirte in der Stadthalle

Gifhorn. Der Mann mit der Mundharmonika kommt nach Gifhorn: Michael Hirte, Sieger bei der RTL-Show „Supertalent“, tritt am Donnerstag, 28. November, ab 19.30 Uhr mit Gastsänger Ronny Weiland in der Stadthalle auf.

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Tritt in der Stadthalle auf: Michael Hirte kommt mit seiner Mundharmonika und Gastsänger Ronny Weiland nach Gifhorn. Im AZ-Interview sprach der „Supertalent“-Sieger unter anderem über Familie und künstlerische Zukunftspläne.

Quelle: Photowerk (sp)

AZ: Wie hat sich Ihr Leben nach dem Sieg beim Supertalent verändert? Sind sie ein glücklicherer Mensch?

Michael Hirte: Ich bin noch der Alte, weil ich etwas erreicht habe - ich habe eine Familie, eine Frau, eigene Kinder und ein Zuhause. Vorher war mein Leben ein Loch ohne Boden. Ich hatte Glück, dass es diese Sendung gab, die mein Leben grundsätzlich verändert hat.

AZ: Warum sind Sie, anders als viele andere Casting-Show-Gewinner, immer noch „auf dem Markt“, verkaufen Platten und unternehmen ausgedehnte Tourneen?

Michael Hirte: Einerseits ist die Mundharmonika ein vielseitiges Instrument und eher selten in der Musikrichtung, und mit ihr kann man Vieles machen. Durch das Supertalent habe ich viele Fans. Aber man muss natürlich auch was leisten, damit es so bleibt, und die richtigen Leute an meiner Seite haben, wie zum Beispiel meine Jenny, die meine Frau und Managerin ist. Wir machen alles gemeinsam, planen alles zusammen.

Ronny Weiland: Michael ist heute noch genau so wie er damals war. Er ist spontan, überhaupt nicht distanziert, geht auf die Menschen zu - und das spüren sie.

AZ: Herr Hirte, Sie haben Ihrer Jenny vor einem Jahr in der Herbstshow von Florian Silbereisen einen Antrag gemacht, sie hat ihn angenommen - aber verheiratet sind Sie noch immer nicht...

Michael Hirte: Wir haben gesagt, wir heiraten erst, wenn beide Kinder Blumen streuen können. Jakob ist schon über zwei Jahre alt, bei dem ginge es schon, aber Maria ist erst neun Monate.

AZ: Denkt man an Michael Hirte, denkt man an gefühlvolle, schmusige Musik. Könnten Sie sich vorstellen, auch mal rockigere Töne anzuschlagen?

Michael Hirte: Eigentlich schon, ich spiele ja jetzt auch nicht nur Schmuselieder. Schon vorm Supertalent hab‘ ich bei verschiedenen Rock‘n‘Roll-Bands gespielt und bei den Big Beat Boys und Country Joe. Und mein neues selbst komponiertes Lied ist auch etwas schneller, ein Trucker-Song, heißt „Allzeit gute Fahrt“, ist mein Dank an alle Trucker, die für uns täglich auf den Straßen unterwegs sind. Das Lied kommt im März auf meinem neuen Album „Traumreise auf der Mundharmonika“ raus.

Ronny Weiland: Außerdem ist unser Live-Repertoire nicht nur getragen und ruhig. Es geht querbeet, wir haben auch Flottes dabei.

AZ: Spielt ihr Sohn Jakob auch schon Mundharmonika?

Michael Hirte: Naja, er nimmt sie schon mal in den Mund und zieht und bläst. Und dann kommen auch Bluestöne raus, schön verzerrt.

AZ: Was war Ihr schönstes Urlaubserlebnis?

Michael Hirte: In Neuseeland war ich mal und hab‘ die Spuren vom Herrn der Ringe verfolgt. Das war schon schön. Und auf der kubanischen Halbinsel Varadero, da konnte man die Kokosnüsse direkt vom Baum pflücken und austrinken. Eigentlich mache ich Urlaub aber immer am liebsten zuhause - ich bin ja sonst immer unterwegs mit der Musik. Ich sitze dann hinten auf der Terrasse und überlege, was ich alles noch im Garten machen kann.

AZ: Wie viele Mundharmonikas haben Sie zuhause? Und wie lange dauert es, bis man das Instrument so beherrscht wie Sie?

Michael Hirte: 100 oder 200 werden es schon sein. Vor allem Bluesharps in verschiedenen Tonlagen. Manchmal brauche ich bei einem Lied drei Mundharmonikas. Zu spielen angefangen habe ich mit sechs Jahren auf einer Triola, damit konnte man Lieder nach Farben spielen - Noten lesen kann ich bis heute nicht. Mit acht Jahren hatte ich das erste Mal eine Mundharmonika in der Hand, und nach ein bisschen Töne suchen, konnte ich nach einer halben Stunde mein erstes Lied spielen, „Sah ein Knab ein Röslein steh‘n“. Ich höre mir ein Lied so oft an, bis sich die Melodie in meinem Kopf festgesetzt hat, und dann spiele ich sie nach.

AZ: Gibt es einen Traum, den Sie sich beruflich/musikalisch gern erfüllen möchten?

Michael Hirte: Ich möchte mal in London in einem voll besetzten Fußballstadion die englische Nationalhymne spielen oder zum Jahreswechsel am Brandenburger Tor in Berlin - das geht dann bestimmt durch Mark und Bein.

AZ: Was erwartet die Besucher Ihres Konzerts in der Gifhorner Stadthalle?

Michael Hirte: Auf jeden Fall werden sie ganz viel über mich erfahren. Ich werde vor dem Konzert die Leute im Foyer empfangen, Fotos machen, mit ihnen quatschen - dann hab‘ ich später auf der Bühne weniger Angst und Lampenfieber. Ronny, meine Band und ich werden uns solistisch abwechseln. Neben den Liebesgrüßen auf der Mundharmonika wird‘s auch Ausflüge in die Klassik und ins Musical geben. Und am Ende gibt‘s wie bei jedem Konzert das Ave Maria.

AZ: Was machen Sie, wenn Sie mal nicht Mundharmonika spielen?

Michael Hirte: Jetzt, wo ich Familie habe, kümmere ich mich um meine beiden Kinder. Das Schönste ist, wenn ich von Konzerten nach Hause komme und der Kleine ruft „Der Papa ist da“ - darauf freue ich mich jedes Mal schon, wenn ich zu Hause weg fahre.

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