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Messerstecher muss siebeneinhalb Jahre in Haft

Gifhorn / Hildesheim Messerstecher muss siebeneinhalb Jahre in Haft

Die Messerattacke in der Herzog-Franz-Straße vom 18. März 2017 war versuchter Mord. Davon ist die große Strafkammer des Landgerichts Hildesheim überzeugt. Den 25-jährigen Angeklagten verurteilte das Gericht am Freitag deshalb zu siebeneinhalb Jahren Haft.

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Messerattacke an Herzog-Franz-Straße: Der 25-Jährige Angeklagte wurde vom Landgericht Hildesheim zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt.

Quelle: Bettina Reese

Gifhorn / Hildesheim. Damit liegt die Kammer weit über der von der Staatsanwaltschaft beantragten Strafe von sechs Jahren (AZ berichtete). Eine Bewährungsstrafe – so wie von der Verteidigung gefordert – kam nicht in Frage. In einigen Punkten habe der Angeklagte die Unwahrheit gesagt, so der vorsitzende Richter Peter Peschka in seiner Urteilsbegründung.

Es war kein zufälliges Treffen, als der Angeklagte das 28-jährige Opfer auf der Straße vor dem islamischen Gebetshaus ansprach. Wegen einer Auseinandersetzung mit dem Angeklagten einige Monate zuvor, habe das Opfer mit einem Streit oder einer Rangelei rechnen können. Mit den Worten „Komm, wir müssen reden“ habe er den 28-Jährigen gezielt auf den dunklen Parkplatz an einer Apotheke geführt. Rund 35 Meter von der Straße entfernt hatte die Polizei Blutspuren gesichert. Als der 25-Jährige zustach habe er den Tod seines Opfers billigend in Kauf genommen. Das Opfer sei völlig arglos gewesen, der Messerangriff habe ihn überraschend getroffen. Das Mordmerkmal „Heimtücke“ ist für die Kammer damit erfüllt.

Auch ließ der Richter keinen Zweifel daran, dass der Mann voll schuldfähig ist. Seine Behauptung, vor der Attacke zwischen zehn und zwölf Bier getrunken zu haben, hielt die Kammer für eine reine Schutzbehauptung. „Laut Gutachter hätte das rund 2,5 Promille Alkohol im Blut bedeutet“, sagte der Richter. In der Beweisaufnahme hatten sich jedoch keine Hinweise auf alkoholtypische Ausfallerscheinungen ergeben. Er habe ein sichtbares, geschicktes Tatverhalten an den Tag gelegt, so der Richter weiter. Mit ihrem Urteil ist die Kammer in der unteren Hälfte des Strafrahmens geblieben. Gegen das Urteil kann innerhalb einer Woche Revision eingelegt werden.

Von Bettina Reese

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