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Gifhorn Stadt Meinerser kämpfen gegen Not und Terror
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23:00 17.03.2015
Kämpfen im Irak: Die Geschwister Chairi und Asya Suleyman. Quelle: Hilke Kottlick

Er kämpft mit der Waffe gegen die Mördertruppen des Islamischen Staates (IS), sie mit Spenden gegen die Not im Flüchtlingslager in Xanke, eine Kleinstadt im Irak, unweit der türkischen Grenze: Asya Suleyman und ihr Bruder Chairi aus Meinersen stellen sich an die Seite ihres Volkes - die Jesiden im Irak.

Millionen Kinder, Frauen, Männer, alte Menschen sind dort auf der Flucht vor dem radikalsunnitischen IS. Die Terrorkämpfer verfolgen die Jesiden wegen ihrer nur mündlich überlieferten Religion als Götzendiener und bringen Tod und Versklavung über das Volk.

„Die Jesiden wurden schon immer verfolgt“, sagt Asya Suleyman. Für die 27-Jährige ist es unfassbar, dass Menschen „nur wegen ihres Glaubens verachtet, verfolgt, verschleppt, misshandelt, ermordet werden“. Ihre Familie stammt aus den Shingal-Bergen - aus der Region, in der sich die heiligen Stätten der Jesiden befinden und in denen das Volk im Verlauf der Jahrhunderte immer wieder Schutz vor Verfolgung suchte und fand. Ihr Bruder Chairi wurde in den Shingal-Bergen vor 41 Jahren geboren, erzählt sie. Dann erschütterte der Golf-Krieg das Land. Die Familie flüchtete, kam im Jahr 2000 nach Meinersen. Schnell integriert im Dorf, baute sich die Familie dort ein beschauliches Leben auf. Bereits nach sieben Jahren wurden sie deutsche Staatsbürger. Diese Idylle endete für Chairi und Asya Suleyman abrupt am 3. August 2014. Es war der Tag, an dem die Dschihadisten die Dörfer in den Shingal-Bergen überrannten. Seitdem zieht der IS mit brachialer Brutalität und mittelalterlichen Dogmen durch das Land, wirft Bomben, zündet Sprengstoff. Anlass für die Geschwister, aktiv zu werden und zu helfen - er als Kämpfer im Einsatz gegen den IS, sie als Helferin in der Not im Flüchtlingscamp.

hik

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