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Mehr Windparks im Kreis Gifhorn geplant

Umfangreiches Verfahren läuft Mehr Windparks im Kreis Gifhorn geplant

Interessierte Investoren fragen schon nach, doch zurzeit gibt es keine freien Flächen im Landkreis Gifhorn für neue Windenergieanlagen. Der Regionalverband Braunschweig als zuständige Raumordnungs-Institution ist dabei, das zu ändern. Das Verfahren zur Schaffung weiterer Vorranggebiete läuft.

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Mehr Windkraft aus dem Landkreis Gifhorn: zurzeit läuft ein Verfahren, neue Vorranggebiete auszuweichen.

Quelle: Joachim Duerheide (Archiv)

Kreis Gifhorn. 69 Windenergieanlagen gibt es dem Kataster des Regionalverbandes zufolge im Kreis Gifhorn. Die drei jüngsten wurden laut Antje Präger vom Landkreis im Frühjahr 2015 bei Böckelse aufgestellt. Seitdem „ist bei uns Stillstand in Sachen Genehmigungen“, während Gifhorns Polizei immer wieder Schwertransporte von Windenergieanlagen durch den Kreis Gifhorn begleitet, die in benachbarten Regionen – zum Beispiel in Sachsen-Anhalt – aufgestellt werden. Die ausgewiesenen Gebiete im Kreis Gifhorn selbst sind voll. „Es kann sein, dass noch die eine oder andere Einzelanlage in ein Gebiet passen könnte“, sagt Präger. Ansonsten ist zurzeit Schicht.

Das soll sich ändern. Der Regionalverband hat ein Verfahren angeschoben, weitere Vorranggebiete in seinem Beritt und damit auch im Kreis Gifhorn zu schaffen. „Dann hätten wir dreimal so viel Flächen wie jetzt“, sagt Präger zu den Planungen. So gäbe es unter anderem komplett neue Windpark-Standorte westlich von Seershausen und Ahnsen, bei Hillerse und östlich von Ehra-Lessien. Doch dazu muss das Verfahren erst einmal abgeschlossen sein – und das ist es nicht. „Zurzeit sind wir immer noch dabei, die Stellungnahmen aus dem zweiten Beteiligungsverfahren auszuwerten und abzuwägen“, sagt Regionalverbands-Sprecherin Gisela Noske. „In unserem Verfahren schließt sich an die Abwägung ein Erörterungstermin an und dann der Satzungsbeschluss durch unsere Verbandspolitik. Dazu gibt es noch keine konkrete Zeitschiene.“

Erst nach dem Satzungsbeschluss können Investoren Anträge beim Landkreis stellen. Anfragen von interessierten Investoren gebe es bereits, sagt Präger. Genauso Einwände von betroffenen Anwohnern und Institutionen. Wie viele davon aus dem Kreis Gifhorn kommen, weiß Noske nicht. Der Regionalverband sortiere nicht nach seinen Gebieten. Für seinen gesamten Beritt jedoch habe er aktuell 4660 Stellungnahmen zu bearbeiten.

Landkreis Gifhorn: 19 Vorranggebiete für Windenergie

Laut Regionalverband Braunschweig gibt es 69 bestehende Windenergieanlagen in zehn Parks auf dem Gebiet des Landkreises Gifhorn. Im aktuellen zweiten Beteiligungsverfahren geht es um 19 Vorranggebiete aus beiden so genannten Offenlagen – bereits genutzte und noch zu nutzende Flächen für die Windenergie.

Samtgemeinde Brome : Der Regionalatlas für den Großraum Braunschweig verzeichnet mehrere bestehende Anlagen zwischen Zicherie und Tülau. Die Regionale Raumordnung sieht auch ein weiteres Vorranggebiet nahe Ehra-Lessien vor.

Samtgemeinde Boldecker Land : Der Regionalatlas für den Großraum Braunschweig verzeichnet bestehende und geplante Anlagen zwischen Barwedel und Jembke.

Samtgemeinde Meinersen: Der Regionalatlas für den Großraum Braunschweig verzeichnet bestehende Anlagen bei Böckelse und zahlreiche geplante westlich von Seershausen und Ahnsen. Die Regionale Raumordnung sieht auch ein Vorranggebiet bei Hillerse vor, das an der aktuellen 2. Offenlage teilnimmt.

Samtgemeinde Isenbüttel : Der Regionalatlas für den Großraum Braunschweig verzeichnet bestehende Anlagen zwischen Ausbüttel und Isenbüttel sowie bestehende und geplante Anlagen bei Jelpke.

Samtgemeinde Papenteich : Der Regionalatlas für den Großraum Braunschweig verzeichnet bestehende Anlagen östlich von Rethen und nahe Vordorf.

Gemeinde Sassenburg : Der Regionalatlas für den Großraum Braunschweig und die Regionale Raumordnung verzeichnen zurzeit keine Anlagen und auch kein Vorranggebiet im Gemeindegebiet.

Stadt Gifhorn : Der Regionalatlas für den Großraum Braunschweig und die Regionale Raumordnung verzeichnen zurzeit keine Anlagen und auch kein Vorranggebiet im Stadtgebiet.

Samtgemeinde Wesendorf: Der Regionalatlas für den Großraum Braunschweig verzeichnet die bestehenden Anlagen bei Wahrenholz. Außerdem sind im Regionalen Raumordnungsprogramm zwei Vorranggebiete bei Zahrenholz in der aktuellen Diskussion.

Samtgemeinde Hankensbüttel : Der Regionalatlas für den Großraum Braunschweig verzeichnet bestehende Anlagen nördlich von Teichgut und bei Wettendorf. Außerdem ist ein Vorrangebiet nördlich von Bokel in der Diskussion, das Vorranggebiet bei Wettendorf geht über die bisherigen Anlagen hinaus.

Stadt Wittingen : Der Regionalatlas für den Großraum Braunschweig verzeichnet bestehende Anlagen südlich von Stöcken und nördlich von Ohrdorf. In der Diskussion sind darüber hinaus Vorranggebiete westlich von Teschendorf und nördlich von Lüben.

Von Dirk Reitmeister

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