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Marderhunde verdrängen heimische Arten

Landkreis Gifhorn. Marderhunde verdrängen heimische Arten

Landkreis Gifhorn.  Sie sehen nicht nur so aus wie Waschbären, sondern sie verbreiten sich auch genauso unerwünscht: Und der Landkreis Gifhorn ist offenbar zu einer Hochburg der aus Asien eingewanderten Marderhunde geworden. Sie sind auf dem Vormarsch - und werden immer häufiger gejagt.

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Breitet sich immer weiter aus: Der Marderhund stammt ursprünglich aus Asien, ist aber immer öfter auch in heimischen Gefilden anzutreffen.

Quelle: Michael Bahlo

287 Marderhunde haben die Jäger im Kreis Gifhorn im Jagdjahr 2014/15 zur Strecke gebracht - laut Landesjägerschaft eine der größten Strecken in Niedersachsen. Ein Jahr davor waren es 184, 2012/13 138. 2005/06 waren es lediglich 32. Diese Streckenentwicklung ist für die Jäger ein Zeichen, dass sich der aus ihrer Sicht unerwünschte Zuwanderer immer stärker ausbreitet.

Denn die Jagd auf den nachtaktiven Allesfresser, der heimische Arten verdränge, sei sehr schwierig, sagt Thomas Reuter von der Kreisjägerschaft. Eigentlich wäre ihm am besten mit Fallenjagd beizukommen. „Leider ist die Fallenjagd rückläufig“, sagt Reuter. Denn: „Der Aufwand ist beträchtlich.“ Die Fallen seien aus Tierschutzgründen täglich zu kontrollieren. „Wer kann das schon, wenn er berufstätig ist.“

Ein ähnliches Problem ist aus Sicht der Jäger der Waschbär. Der stammt eigentlich aus Nordamerika und wurde in den 30er-Jahren vom damaligen NS-Reichsjägermeister Hermann Göring zu Jagdzwecken am nordhessischen Edersee ausgewildert und hat sich von dort mangels natürlicher Feinde schnell ausgebreitet.

Der Marderhund ist in Asien heimisch, aus Pelztierfarmen ausgebüxte Exemplare haben sich in den vergangenen Jahrzehnten vermehrt und sind ebenfalls mangels natürlicher Feinde weiter nach Westen gewandert.

rtm

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