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Mais-Boom: Wildschweine im Vormarsch

Gifhorn Mais-Boom: Wildschweine im Vormarsch

Der Biogas-Boom macht aus dem Kreis Gifhorn ein Wildschweine-Paradies. Denn die Biogasmeiler brauchen und die Wildschweine lieben Mais - den sie auf den weiten und stetig wachsenden Feldern zuhauf finden.

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Biogas-Boom: Der verstärkte Anbau von Mais lockt auch immer mehr Wildschweine an.

Gifhorn. Entsprechend groß ist das Risiko für Spaziergänger, eine Begegnung der wilden Art zu erleben. Das war mehr als nur ein mulmiges Gefühl für eine Hundebesitzerin, als sie jüngst in der Feldmark bei Seershausen aus einem Maisfeld sich nähernde Grunzgeräusche hörte. „Da bekam ich richtig Angst.“

„Das sind schon beängstigende Laute“, hat Thomas Reuter von der Kreisjägerschaft Verständnis. Er meint, dass sich Spaziergänger verstärkt auf solche Begegnungen einstellen müssen, und rät, in solch einem Fall Ruhe zu bewahren. Übergriffe auf Passanten seien nicht bekannt.

„Wenn man Wildschweine nicht reizt oder provoziert, haben sie keinen Grund, auf Menschen loszugehen“, sagt Reuter. Vorsicht sei jedoch geboten, wenn eine Bache Frischlinge bei sich habe. „Das sind keine Haustiere, auch wenn die Frischlinge niedlich aussehen“, warnt Reuter davor, Kontakt zu suchen. „Davor sollte man sich hüten, ansonsten gibt es von der Alten Saures.“ Die Zähne der Schwarzkittel könnten üble Verletzungen verursachen. Hundebesitzer sollten an Maisfeldern ihre Begleiter anleinen. Nicht umsonst seien bei Drückjagden Tierärzte dabei, um verletzte Hunde zu versorgen.

Hohe Vermehrungsrate

„Die Wildschweine haben ideale Lebensbedingungen im Landkreis.“ Kreisjägermeister Jürgen-Hinrich Kohrs sieht die so genannte Reproduktionsrate bei 300 Prozent. Vor allem in Gebieten mit Biogasanlagen und großen Maisfeldern sei die Population stark. Kohrs schätzt den kreisweiten Bestand an Wildschweinen im Frühjahr auf 800 bis 1000. Bei der dreifachen Reproduktionsrate hätte man im Herbst rund 4000 Wildschweine.

Allerdings glaubt er, dass zahlreiche Frischlinge den langen Winter mit anschließender Feuchtigkeit nicht überlebt haben dürften. Außerdem schießen die Jäger ihm zufolge im Jahr durchschnittlich 3000 Tiere, 2012 waren es sogar 3800. „Dennoch bleibt die Aufgabe der Jäger, die Wildschweinbestände zu regulieren.“ Denn die Natur reguliere Totalverluste auf ihre Weise: Bachen, die alle Frischlinge verlören, gerieten frühzeitig wieder in Vermehrungslaune. Und: Weil die Maisfelder den Tisch der Schwarzkittel reichhaltig deckten, brächten die Bachen sowieso ein bis zwei Frischlinge mehr auf die Welt.

rtm

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