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Gifhorn Stadt MTV Gifhorn: Tiefstapler erklimmen Achttausender
Gifhorn Gifhorn Stadt MTV Gifhorn: Tiefstapler erklimmen Achttausender
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13:00 09.06.2016
Aufsteiger! Die Landesliga-Meisterschaft des MTV Gifhorn bejubelten (h. v. l.) Betreuer Rafis Bauer, Trainer Uwe Erkenbrecher, Kim Kemnitz, Lukas Grega, Luca Ehresmann, Angelo Marchese, Timon Hallmann, Arne Jäger, Felix Schrader, Mustafa Simmo, Adrian Zeqiri, Michael Krauskopf, Mathes Hashagen, Tobias Höfel, Teammanager Torsten Kolbe; (v. v. l.) Torwarttrainer Wolfgang Staats, Arben Biboski, Michele Fassa, Ugur Bagci, Dominique Dolata, Sores Agirman, Co-Trainer Ralf Ende, Timo Plotek, Jovan Hoffart, Siim Tenno, Tobias Krull, Sören Saikowski und Dimitrios Tsampasis. Quelle: Cagla Canidar
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Los ging die Erfolgsstory mit viel Zurückhaltung: Neuer Trainer, junge Elf – der MTV stapelte erst einmal tief. Viele Teams tippten, dass Gifhorn Meister wird, „aber das kann ja gar nicht sein“, sagte MTV-Coach Uwe Erkenbrecher zu Saisonbeginn offiziell. Inoffziell hatte er aber „vom ersten Moment an“ das Gefühl, dass etwas drin ist. Glück im Unglück für den Coach: Da ihn sein Ex-Klub VfR Neumünster beurlaubt hatte, konnte er sich vor der Spielzeit mit der Liga vertraut machen.

Sinnbildlich ging‘s für den MTV auf einen Achttausender. „Ohne Atemgeräte, bei Eiseskälte“, so Erkenbrecher. „Mario Petry hat gesagt: ,Das ist mit Schmerzen verbunden‘.“ Und das Team zog mit, angespornt von Teammanager Torsten Kolbe, Co-Trainer Ralf Ende und vom Coach – „den Machern“, so Erkenbrecher, die die Spieler „nie in Ruhe gelassen haben“. Der Coach gab zu: „Wir haben uns nicht immer gemocht, aber immer zusammengerauft.“

Das 6:2 in Unterzahl gegen den TSV Hillerse zeigte früh, dass die Gifhorner zu Außergewöhnlichem in der Lage sind, die Tor-Maschine lief schnell auf Hochtouren. Hart wurde es durch die Winter-Abgänge – trotzdem gab‘s zu Beginn des Jahres mit Neuzugang Siim Tenno gleich ein 3:1 im Topspiel beim SV Lengede. „Das war mehr als ein Zeichen“, so der Trainer.

Die MTVer leistete sich zwar noch eine Schwächephase, waren aber im entscheidenden Duell mit dem SSV Vorsfelde (1:1) wieder da. Auch Sores Agirman und Jovan Hoffart, „unsere Kapriolen-Typen“, so Erkenbrecher, „unsere Osterhasen auf den Außenbahnen“, drehten auf, als es wichtig wurde. Für den Coach entscheidend: „Wir sind drangeblieben und haben uns nie hängenlassen.“

Und so durfte das Team am Ende wie versprochen alles mit dem Coach machen: Petry rasierte ihm eine Glatze, danach ging‘s ans Feiern.

„Es gibt viel Arbeit, ich freue mich drauf“

Die Oberliga wirft schon ihre Schatten voraus: Während die Fußballer des MTV Gifhorn nach der Landesliga-Meisterschaft und dem Aufstieg noch im Partymodus sind, laufen schon die Planungen für die neue Spielzeit.

„Wir dürfen uns jetzt nicht darauf ausruhen, wir müssen uns fokussieren“, sagt MTV-Coach Uwe Erkenbrecher, der auch darauf baut, dass der Verein mitwächst. „Ich habe keine Lust, die nächsten fünf Jahre gegen Windmühlen zu kämpfen“, so der Coach, der sich zudem über neue Sponsoren freuen würde. „Wir werden Unterstützung brauchen“, so Erkenbrecher.

Der Kader ist schon recht gut gefüllt, mit Kim Kemnitz sagte jetzt ein weiterer Spieler der Meister-Mannschaft für die Oberliga zu. Der MTV verabschiedete zwar vor der letzten Partie sechs Akteure, hat aber auch schon fünf A-Jugendliche sowie die Brüder Marvin und Melvin Luczkiewicz vom BSV Ölper geholt. Erkenbrecher will für die Defensive und die Offensive auf jeden Fall noch „zwei zentrale Spieler, die über 1,90 Meter groß sind“. Falls Nico Gercke (derzeit im Ausland) zurückkehrt, würde er einen dieser Plätze einnehmen.

Am 4. Juli geht‘s für die Gifhorner wieder mit dem Training los, und der MTV hat in der Saisonvorbereitung durchaus einige Aufgaben vor sich. „Die Mannschaft muss sich in der Defensive absolut verbessern“, stellt der Coach klar. Er will sowohl mit Dreier- als auch mit Viererkette spielen können, auch das Konterspiel soll trainiert werden. „Der nächste Schritt ist die Videoanalyse“, so Erkenbrecher. „Es gibt viel Arbeit, ich freue mich drauf.“

von Sebastian Schröder

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