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Gifhorn Stadt Letzter Glashütten-Fund: Drehkreuz freigelegt
Gifhorn Gifhorn Stadt Letzter Glashütten-Fund: Drehkreuz freigelegt
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00:16 28.08.2013
Relikt der Gifhorner Glashütte: Heinz Gabriel (rechts) legte gestern unter Mithilfe von Frank Niß ein Schienen-Drehkreuz auf dem Famila-Gelände frei. Quelle: Photowerk (mf)
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Gefunden worden war der etwa acht Meter große Schienenkreis in einer Tiefe von 60 bis 80 Zentimetern bereits bei Kabel-Verlegearbeiten vor einem Jahr. Aber erst jetzt passte die Ausgrabung in den Ablauf der Bauarbeiten. Hilfreich mit einem Minibagger zur Seite stand Gabriel Frank Niß, Polier der beauftragten Baufirma, der Respekt für Gabriels Arbeit hegt: „Wir mussten heute am Sonntag sowieso wieder Kabel in die Erde bringen.“

Errichtet und eingeweiht wurde das Drehkreuz 1907. Über einen eigenen Schienenanschluss wurde bis zum Zweiten Weltkrieg Material angefahren und die fertigen Produkte mit der Bahn abtransportiert: „Vor dem Kreuz wurden die Waggons einzeln abgekoppelt und dann von Hand in die Glashütte geschoben“, meint Gabriel.

Die Anlage wurde von ihm gestern komplett dokumentiert, aber geborgen wurde sie nicht, die Baugrube wieder verfüllt: „Man könnte nach dem Ende der Bauarbeiten das Drehkreuz im Boden nachbilden. Aber das kostet natürlich Geld“, weiß Heinz Gabriel.

jr

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