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Gifhorn Stadt Leise Jäger nisten unter dem Dach
Gifhorn Gifhorn Stadt Leise Jäger nisten unter dem Dach
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22:50 24.06.2011
Ausgewachsene Schleiereule: Schüler der Klasse 3 aus der Grundschule Rötgesbüttel sahen gestern ein Tier aus nächster Nähe. Quelle: Photowerk (co 2)
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Erstmals nach zwei harten Wintern nisten wieder Schleiereulen in der Scheune von Hans-Christian Wolter. Seeler erklärt den Kindern, dass die hohe Schneedecke der letzten Winter den Tieren die Futtersuche erschwerte. „In guten Jahren haben wir 1500 Jungtiere verzeichnet. Im letzten Jahr waren es nur 80.“

Die Kinder hatten sich gut über die Tierart informiert. Fünf bis sechs Feldmäuse frisst eine Schleiereule am Tag. Während der Brutzeit müssen auch die Jungen versorgt werden. Die Tiere jagen mit dem Gehör. „Bis auf zwei Grad genau kann eine Schleiereule Geräusche orten“, erklärt Seeler. Die Jäger selbst sind aufgrund des Gefieders extrem leise.

Dann der spannende Moment: Wunderling öffnet den Nistkasten und holt die sechs Jungtiere zur Beringung heraus. Etwa sechs Wochen sind sie alt. Flügge sind sie nach achteinhalb Wochen. Für die Beringung durften die Kinder die Vögel halten und staunten über das weiche Gefieder.

1999 hatte Wolter aus der Zeitung erfahren, dass Plätze für Nistkästen gesucht wurden – und bot seine Scheune an. „Es ist derzeit einer der wenigen Nistplätze mit Jungvögeln. Da ist man auch ein wenig stolz.“ 275 dieser Nistkästen gibt es im Landkreis Gifhorn. Übrigens durften die Kinder gestern Namen für die Brutvögel aussuchen: Sie heißen „Cosmo“ und „Tinchen“.

co

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