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Gifhorn Stadt Landwirte verzweifeln am nassen Sommer
Gifhorn Gifhorn Stadt Landwirte verzweifeln am nassen Sommer
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23:00 14.08.2017
Keine Rettung: Für viele Kartoffeln gab es in diesem Sommer einfach zu viel Regen. Auch beim Getreide befürchten die Bauern das Schlimmste. Quelle: Sebastian Preuß Archiv
Gifhorn

Rund um den Siebenschläfer Regen, und „Grünt die Eiche vor der Esche, hält der Sommer große Wäsche“ traf auch zu: Dass sich mindestens gleich zwei Bauernregeln in dieser Erntesaison bestätigt haben, bringt die Landwirte im Kreis Gifhorn schier zur Verzweiflung. Sie fürchten um die Ernte in vielen Bereichen.

„Ich hänge mit Leib und Seele an den Kartoffeln.“ Beim Hochwasser Ende Juli versuchte Christian Lüdde aus Gamsen noch verzweifelt, mit Beregnerpumpen seine Kartoffeläcker in der Iseniederung zu entwässern. Vergeblich. „Die Kartoffeln sind hin.“ 15 Hektar kann er abschreiben. Bleiben noch 80 Hektar, auf denen er aber auch Verluste befürchtet. „Da kann ich es aber momentan schlecht beziffern.“ Und das Getreide? „Unter normalen Bedingungen wären wir mit der Ernte durch.“ Und: „Was wir bis jetzt gedroschen haben, war in Ordnung.“ Doch es steht noch einiges auf den Feldern. „Absolut nicht befahrbar“, sagt Lüdde über die Böden. „Da kann keine Maschine drauf.“ Dabei wäre es höchste Eisenbahn.

Klaus-Dieter Böse vom Kreislandvolk ist wenig optimistisch. „Es weiß keiner, ob das Getreide, was jetzt noch steht, überhaupt noch geerntet werden kann.“ Und vom geernteten tauge wohl vieles nur noch als Futtergetreide. Die Kartoffel? Böse winkt ab. „Die vergammelt im Boden.“ Entweder, weil sie im Wasser liege, oder weil der Landwirt wegen des matschigen Bodens keinen Pflanzenschutz hatte aufbringen können. Ähnlich sehe es beim Grünland aus: „Ganz schlimm.“ Auf einigen Flächen sei es nicht mal zum ersten Schnitt gekommen.

Entspannung ist noch nicht in Sicht. „Wir sind wieder bordvoll“, warnt Silke Westphalen vom Aller-Ohre-Verband. Die Mähboote seien im Einsatz, der Verband tue, was er könne, um das Wasser von den landwirtschaftlichen Flächen zu bringen. Doch am Wochenende seien wieder 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit zusammen gekommen, die Pegel gestiegen. Wirklich helfen könne nur eine längere Trockenperiode.

Für Hochwasseropfer greife das Hilfsprogramm des Landes, so Böse. Landwirte können Flächen melden, die von der Landwirtschaftskammer für einen Antrag auf Entschädigung begutachtet würden. Doch das gelte nur für reine Hochwasserschäden an Flüssen. Den Großteil der Schäden machten aber durch Dauerregen unbefahrbare Äcker aus – und die seien nicht abgedeckt.

Von Dirk Reitmeister

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