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Gifhorn Stadt Landwirte machen Güllefässer zu Löschtanks
Gifhorn Gifhorn Stadt Landwirte machen Güllefässer zu Löschtanks
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20:00 19.07.2018
Stoppelfeldbrände: Immer mehr Landwirte nehmen vorsorglich Löschwasser in Güllefässern mit. Quelle: Hilke Kottlick
Kreis Gifhorn

„Wir haben Löschwasser dabei“, sagt Gerhard Borchert. Der Lohnunternehmer, der für den Landwirt aus Brome mit Mähdreschern im Einsatz ist, nimmt auch einen 30.000-Liter-Tank mit Wasser vorsorglich mit. „Seitdem die Brandgefahr so groß ist.“ Borchert, selber aktiv in der Feuerwehr, weiß, worauf es ankommt, um ein Ausbreiten der Flammen bei diesen Temperatur- und Windverhältnissen zu verhindern: auf Sekunden.

Schon ein kleiner Kieselstein kann Feuer entfachen

„Das ist in nullkommanichts passiert“, sagt auch Rüdiger Fricke von der Landwirtschaftskammer aus eigener Erfahrung. „Da muss nur ein kleiner Kieselstein in den Mähdrescher geraten. Ein Funke reicht aus, und dann geht es rasend schnell.“ Wer Löschwasser dabei habe – „Güllefässer kann man dafür sehr gut nutzen“ –, könne vielleicht einen großen Teil noch retten.

Feuerwehr lobt Landwirte

Das sagt auch Uwe Reuß, stellvertretender Stadtbrandmeister in Gifhorn. „Das ist auf alle Fälle hilfreich“, lobt er das Mitdenken der Landwirte. „Es muss alles dafür getan werden, so schnell wie möglich eine Ausbreitung zu verhindern.“

Dazu zählt nicht nur das vorsorgliche Mitführen von Wasser zum Löschen. Heino Kleiß aus Ahnsen, Einsatzleiter beim Stoppelfeldbrand nahe Warmse, lobte am Mittwoch das umsichtige Handeln der Bauern. Die hatten gleich das Stoppelfeld gegrubbert und somit eine Feuerbarriere gezogen.

Es ist seit Monaten zu trocken

„Die Lage ist nach wie vor sehr angespannt“, sagt Reuß. „Der Regen vorige Woche hat nicht viel gebracht.“ Das belegt Fricke mit Zahlen. Im Juli fielen bislang zehn Millimeter Niederschlag, der gesamte Juli 2017 hatte 148,5 Millimeter, der Zehn-Jahres-Schnitt liegt bei 96 Millimeter. Bereits Mai und Juni waren mit 18,5 beziehungsweise 32 Millimetern viel zu trocken, für diese Monate liegen die Zehn-Jahres-Mittel bei 67,2 beziehungsweise 57,7 Millimetern. 2017 gab es im Mai noch 69,5 und im Juni 122,7 Millimeter Regen.

Parallelen zum Waldbrandjahr 1975

Kein Regen in Sicht. Das bereitet Reuß zunehmend Sorge. Er sieht Parallelen zum Waldbrandkatastrophenjahr 1975: „Dem ist auch eine lange Trockenheit vorausgegangen. Wir müssen auf der Hut sein.“

Von Dirk Reitmeister

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