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Gifhorn Stadt Landjugend wegen eines Schinkens verklagt
Gifhorn Gifhorn Stadt Landjugend wegen eines Schinkens verklagt
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23:00 11.03.2015
Amtsgericht Gifhorn: Der Streit um einen Schinken beschäftigt die Justiz. Quelle: Photowerk (Archiv)

Buchstäblich um die Wurst ging es gestern am Amtsgericht Gifhorn. Ein Schinken als Tombola-Gewinn beim Isenbütteler Erntedankfest 2014 beschäftigt Richter Dr. Christoph Purruckherr. Weil der Gewinner statt eines ganzen Schinkens nur einen Viertelschinken erhielt, reichte der Mann Klage ein. 40 Zuhörer verfolgten den Verhandlungsauftakt. Eine Entscheidung steht noch aus.

Yvonne Conrad und Karsten Voge vom Isenbütteler Landjugendvorstand - Initiatoren des Glücksspiels um Schweinepreise - hatten über ihren Rechtsanwalt Horst Günther zu Beginn darauf hinweisen lassen, dass bei einer Tombola der Rechtsweg ausgeschlossen sei. Bei einem vergleichbaren Los mit der Aufschrift „Ein Bauch“ hätte der Gewinner schließlich auch nicht einen kompletten Schweinebauch mit nach Hause genommen, lautete ein weiteres Argument der Beklagten.

Rechtsanwalt Hans Herrmann Droßel hielt für den enttäuschten Tombola-Gewinner dagegen: Der Kläger beharre auf den ihm per Los zugesagten ganzen Schinken. Zudem sei von der Isenbütteler Landjugend „nirgends erwähnt worden, dass der Rechtsweg ausgeschlossen ist“.

„Beide Seiten haben irgendwie Recht“, befand der Richter, der nun darüber befinden muss, ober überhaupt „ein einklagbarer Anspruch“ besteht. „Ich tendiere dazu, die Klage abzuweisen, bin mir schlussendlich jedoch noch nicht sicher“, teilte Puruckherr den beiden Streitparteien gestern Vormittag mit. Ohne Frage sei der Schinken-Streit jedoch ein spannendes rechtliches Problem.

Der Gutschein - einzulösen bei einem Schlachter in Wasbüttel - sei ein wenig missverständlich gewesen, riet der Richter der Landjugend dazu, bei künftigen Verlosungen von Fleischpreisen die Worte „Stück“ oder „Viertel“ einzufügen. So könne die Landjugend Ärger aus dem Weg gehen.

Die Entscheidung im Schinken-Streit wird am Freitag, 27. März, 10 Uhr, verkündet.

ust

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