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Gifhorn Stadt Kritik an Volksbank: Absichtlich alte Geräte?
Gifhorn Gifhorn Stadt Kritik an Volksbank: Absichtlich alte Geräte?
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00:16 21.10.2013
Enttäuschte Vollbütteler: Volksbank-Kunde Peter Evers (l.) und Bürgermeister Ulf Kehlert kritisieren den Abbau der zuletzt verbliebenen Automaten in der SB-Filiale. Quelle: Bastian Till Nowak
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„Meine Bank vor Ort“: Mit diesem Slogan wirbt die Volksbank Südheide. „Jetzt müsste es wohl eher heißen: meine Bank weit weg“, feixen Evers und Kehlert. Die beiden Vollbütteler sind von ihrer Bank gehörig enttäuscht: „Man hat die Kunden vorher gar nicht informiert, die Schließung war plötzlich einfach beschlossene Sache - und wir konnten nichts mehr tun“, kritisiert Peter Evers. Und Ulf Kehlert ergänzt: „Das Info-Schreiben der Bank vermittelt den Eindruck, dass die Vollbütteler selbst schuld seien, weil sie ihre Bank zu wenig genutzt hätten - doch das ist nicht ehrlich. Fakt ist doch, dass sich die Bank immer mehr aus den kleinen Dörfern zurückzieht, um Kosten zu sparen.“ Kundennähe sehe anders aus, so Kehlert.

Dabei sei es kein Wunder, dass nur wenige die Automaten nutzten: „Früher gab‘s einen modernen Geldautomaten - der wurde gegen eine alte Kiste ausgetauscht, die immer wieder außer Betrieb war“, so Evers.

Seine Eltern sind seit über 50 Jahren Kunden: „Wie sollen die nun ihre Bankgeschäfte erledigen?“ Die nächste Filiale sei zu weit weg. „Die Bank pickt sich nur die Rosinen raus, die viel Geld bringen. Aber ist das der Sinn einer Genossenschaft?“


"Wir wollten den Standort gerne halten"

Hat die Volksbank absichtlich alte Automaten aufgestellt? Wurden die Kunden absichtlich nicht übers bevorstehende Ende informiert? „Keineswegs“, betont Volksbank-Sprecher Olaf Genth. Die Bank habe hingegen alles getan, um den Standort zu halten.

„Die Automaten in Vollbüttel sind genauso zuverlässig gelaufen, wie in allen anderen Geschäftsstellen“, sagt Genth. Auch die Ausfallzeiten unterschieden sich nicht von denen anderer Geräte: „Die Verfügbarkeit lag bei deutlich über 98 Prozent.“ Auch die technische Ausstattung sei Standard gewesen: „Wir haben natürlich keine Altgeräte eingesetzt, sondern ganz im Gegenteil zuletzt sogar noch einmal ein Neugerät installiert.“ Dabei handelte es sich, so Genth, um ein Kombi-Gerät für Überweisungen und Daueraufträge sowie Mitteilungen an den Berater. Auch Kontoauszüge konnten damit gedruckt werden. Und: „Diese Neuanschaffung bedeutete eine nicht unerhebliche Investition, mit der auch noch einmal deutlich gemacht werden sollte, dass wir den Standort gerne halten wollten."

Eine Ankündigung der Schließung habe für die Bank lange nicht zur Debatte gestanden, „weil wir den SB-Standort gerne gehalten hätten“, so Genth. Voraussetzung sei jedoch eine wirtschaftliche Vertretbarkeit des Engagements, „da wir im Interesse aller Mitglieder die uns zur Verfügung stehenden Mittel sorgsam einsetzen müssen“. Die Nutzung der Geräte habe weit unter den erforderlichen Größenordnungen gelegen: „Im Schnitt wurde der Geldautomat nur 30 mal am Tag genutzt – unter 150 Nutzungen stellten wir normalerweise gar keine Geräte auf.“

til

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