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Kripo: „Keine Angst verbreiten, sondern sensibilisieren“

Meinersen Kripo: „Keine Angst verbreiten, sondern sensibilisieren“

Meinersen. Überfall, Einbruch, Diebstahl - die Kripo verzeichnet erhebliche Anstiege in Sachen Kriminalität. Anlass für die Führungsspitze der Gifhorner und Meinerser Polizei, jetzt das Präventionsprojekt „Dunkle Jahreszeit“ im Rathaus der Samtgemeinde Meinersen den Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden vorzustellen.

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Präventionsprojekt „Dunkle Jahreszeit“: Heinz-Hermann Salge (l.) und Jürgen Schmidt referierten.

Quelle: Hilke Kottlick

„Wie wollen keine Angst verbreiten, sondern sensibilisieren und dieses Thema über die Bürgermeister transportieren“, hofft Michael Feistel, Chef der Polizeiinspektion Gifhorn, mit diesem neuen Schritt möglichst viele Einwohner zu erreichen.

„Wir möchten die Kommunen ansprechen“, sich bei uns beispielsweise schon bei der Planung neuer Baugebiete Infos zu holen, verweist Kripochef Jürgen Schmidt darauf, dass sich Neubürger und Betriebe oft schon im Vorfeld von Neuansiedlungen nach dem jeweiligen Kriminalitätsaufkommen in der Region erkundigen würden.

Schmidt nannte Zahlen aus dem Vorjahr: 9000 Straftaten gab es im Landkreis, 11,5 Prozent davon in der Samtgemeinde Meinersen. Dort wurden rund 1000 Diebstähle verzeichnet, davon 88 in Hillerse, 169 in Leiferde, 478 in Meinersen und 268 in Müden. Eine „erhebliche Steigerungsrate“ gab es Schmidt zufolge bei den Wohnungseinbrüchen: 17 in Meinersen, sieben in Müden, einen in Leiferde, zwei in Hillerse. Hausbesitzer seien nach solchen Einbrüchen häufig „traumatisiert“, die Privatsphäre sei verletzt worden, „sie fühlen sich in den eigenen vier Wänden nicht mehr sicher“, so der Kripochef.

Ebenso wie Heinz-Hermann Salge vom Präventions-Team der Polizei appellierte Schmidt, die kostenlosen kriminalpolitischen Beratungsangebote zu nutzen und sich beispielsweise vor dem Hausbau nach einbruchsicheren Fenstern, Schlössern, Türen zu erkundigen. „Das ist kostengünstiger als nachzurüsten“, so Schmidt.

hik

Simple Kleinigkeiten bieten Schutz

Meinersen. Ebenso wie jetzt im Meinerser Rathaus, referiert die Polizei für vergleichbare Infoveranstaltungen auch bei Vereinen oder Verbänden, versicherte Salge. Er berate auch Privatpersonen und zeige ihnen mögliche Schwachstellen am Haus auf, die den Dieben den Einbruch erleichtern.

Als typische Beute zählte er „Geld, Schmuck, Handys, Notebooks“ auf. Auch habe die Polizei festgestellt, dass sich Dreiviertel aller Wohnungseinbrüche am Tag ereigneten, „wenn die Leute zur Arbeit sind und das Haus dunkel ist.“ Bevorzugte Objekte sind Salge zufolge zumeist einzeln stehende Häuser, gelegen an günstigen Fluchtwegen. Ziel sei es für die Polizei, „den Einbruch so schwer wie möglich zu machen“.

Laut Schmidt sind es manchmal „simple Kleinigkeiten“, die Schutz vor Einbruch bieten könnten. Beispielsweise jemand, der am Abend mit dem Hund raus geht und dem dabei verdächtige Personen oder Autos auffallen. In diesem Fall sollte niemand zögern und die Polizei benachrichtigen, rieten die Beamten. Salge zählte Präventionsprojekte wie das „Sichere Haus“, „Vorsicht, wachsamer Nachbar“ oder die Initiative „Kein-Einbruch“ auf. Broschüren gibt es bei der Polizei.

- In Meinersen ist eine weitere Präventionsveranstaltung geplant: Am Freitag, 8. November, beginnt um 15 Uhr im Kulturzentrum unter dem Motto „Kompetenz trifft Kompetenz“ die Aktion „Sicherheit für unsere Bürger“. Es spielt das Polizeiorchester des Landes Niedersachsen. Der Erlös fließt an die Jugendpflege.

hik

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