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Kriminologe: „Wir haben die beste Jugend“

Gifhorn Kriminologe: „Wir haben die beste Jugend“

Gifhorn. Klagen über die jeweilige Jugend sind so alt wie die Menschheit. Doch in seiner aktuellen Analyse kommt der national und international renommierte Kriminologe Professor Dr. Christian Pfeiffer zu dem Ergebnis: „Wir haben die beste Jugend, die es seit langem in Deutschland gab.“

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Hochkarätiger Redner: Der bekannte Kriminologe Professor Dr. Christian Pfeiffer war am Mittwochabend in Gifhorn zu Gast.

Quelle: Chris Niebuhr

Seine Erkenntnisse stellte er am Mittwochabend im Gifhorner Ratssaal vor, ging dabei auch auf die aktuellen Silvester-Ereignisse in Köln ein.

Pfeiffer war Gast in der Reihe Hörzeit der St.-Nicolai-Stiftung. Er ist ehemaliger Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. Von 2000 bis 2003 war er zudem für die SPD niedersächsischer Justizminister. Im voll besetzten Saal sprach er über das Thema „Jugend in Deutschland - Gewaltphänomene“.

Pfeiffer machte dabei deutlich, dass die Jugendgewalt laut Statistik in den Jahren von 2007 bis 2014 pro 100.000 Jugendliche um 47 Prozent abgenommen habe. Auffällig dabei: „Je jünger, desto stärker geht die Kriminalität zurück“, betonte er.

Seine Erklärung: „Wir haben eine sensationelle Wandlung in der Erziehung in Deutschland erlebt.“ 1978 seien 75 Prozent der Kinder von ihren Eltern noch geschlagen worden, mittlerweile liege die Zahl derer, die eine gewaltfreie Erziehung erlebten, bei 52 Prozent. Das elterliche Züchtigungsrecht sei abgeschafft worden. Es werde mehr mit den Kindern geredet, um Regeln durchzusetzen, berichtete Pfeiffer.

Auch der Blick auf die Kriminalität bei Migranten zeige eine ähnliche Entwicklung. Sie sei bundesweit rückläufig, erläuterte Pfeiffer. Und auch unter den neu ins Land gekommenen Flüchtlingen zeige sich: „Die Gewaltkriminalität ist niedrig bei all denen, die etwas zu verlieren haben“, sagte Pfeiffer. In Köln jedoch habe sich der Frust derer entladen, die erfahren hätten, dass sie nicht bleiben dürften.

cn

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