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Gifhorn Stadt Kreißsaal-Schließung: Kann Landkreis eingreifen?
Gifhorn Gifhorn Stadt Kreißsaal-Schließung: Kann Landkreis eingreifen?
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00:21 03.12.2018
Hebammen-Engpass in Gifhorn: Die geplante fünftägige Auszeit für den Kreißsaal schlägt hohe Wellen bis in die Kreispolitik. Quelle: dpa (Archiv)
Gifhorn

SPD-Kreistagsabgeordneter Ulrich Stenzel hat Landrat Dr. Andreas Ebel aufgefordert, mal in den damaligen Kaufvertrag zu schauen, ob das Helios-Klinikum überhaupt berechtigt ist, eine Fachabteilung einfach so zu schließen – wenn auch nur vorübergehend. „Wir haben in unseren Verträgen mit Helios vereinbart, dass das medizinische Leistungsspektrum der Klinik langfristig erhalten und ausgebaut wird“, sagt Dezernent Mirco Schmidt auf AZ-Nachfrage. „Dies bewahrt jedoch nicht davor, dass für einzelne Teilbereiche für einen kurzen Zeitraum ein Aufnahmestopp zum Beispiel wegen Überbelegung oder wie hier bei überproportionalen Personalausfall erforderlich wird.“

Und so kann auch aus Sicht der Kreisverwaltung die fünftägige Schließung nur verhindert werden, würden zusätzliche Hebammen den Engpass überbrücken. Auch Schmidt räumt ein: „Bei der derzeitigen Belastung der Hebammen im Landkreis und in der Region war es Helios – trotz intensivster Bemühungen – nicht möglich, genügend Personal zu finden.“ Werdenden Müttern rät er, sich rechtzeitig mit anderen Kliniken in Verbindung zu setzen.

Reaktionen der Politik: Landkreis soll Klinik zurück kaufen

„Wir erwarten aber, dass Helios eine Lösung findet und die Ankündigung der Schließung zurück nimmt“, teilen die Fraktionsvorsitzenden der Kreistags-Mehrheit aus CDU, SPD, Unabhängigen und FDP in einem gemeinsamen Schreiben mit. Nach Ansicht der AfD offenbart das eine „Doppelmoral dieser Politikkaste“. CDU und SPD hätten seinerzeit für den Verkauf des Kreiskrankenhauses gesorgt. Die Linken verlangen inzwischen vom Landkreis, das Klinikum zurück zu kaufen. „Krankenhäuser gehören nicht in Privathände, um damit Gewinne zu erwirtschaften.“

Landkreis: Helios will Hebammen-Ausbildung voran treiben

Schmidt wies in seiner Stellungnahme gegenüber der AZ auch darauf hin, dass der Klinikbetreiber Helios durchaus auf das Problem reagieren wolle: „Landrat Dr. Andreas Ebel begrüßt es jedoch, dass die Klinik diese Situation zum Anlass nimmt, eine eigene Ausbildung von Hebammen zu starten, um solche Situationen in Zukunft zu vermeiden.“

Von Dirk Reitmeister

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