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Gifhorn Stadt Kreis Gifhorn: Störche entwickeln sich prächtig
Gifhorn Gifhorn Stadt Kreis Gifhorn: Störche entwickeln sich prächtig
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00:17 02.06.2017
Erste Storchenbilanz: In diesem Jahr sind bisher zwei Paare mehr in den Landkreis gekommen als 2016.
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Gifhorn

Durch die beiden „auf den letzten Drücker“ noch besetzten Nester in Winkel und Neudorf-Platendorf/Mooreiche sei die Zahl aktuell um zwei übertroffen worden.

„Bemerkenswert dabei ist, dass diesmal vier Nester nicht besetzt sind, und zwar in Barwedel, Ettenbüttel, Hahnenhorn und Kaiserwinkel“, so Behrmann. Neu hinzugekommen seien aber sechs Paare, und zwar in Bergfeld, Parsau/Ort, Leiferde/Dorf, Neudorf-Platendorf/Mooreiche, Teichgut und Ummern/West.

Das Unwetter Mitte Mai ist dem Experten zufolge auch an den Störchen nicht spurlos vorüber gezogen. Der Nachwuchs in Radenbeck überlebte einen heftigen Hagelschauer nicht. „Die drei Jungen sind tot“, so Behrmann. Offensichtlich konnten sie von den Eltern nicht genug geschützt werden. Zwischen Gifhorn und Wolfsburg, wo das Unwetter ebenfalls heftig tobte, habe Behrmann auf einer Kontrollfahrt keine witterungsbedingten Verluste feststellen können.

Bereits Anfang Mai habe es ein tragisches Ereignis in Weyhausen/West gegeben: Die Störchin lag mit ausgebreiteten Flügeln tot im Nest. Bei einer ersten Untersuchung stellte Behrmann eine großflächige Verletzung mit Hämatomen unterhalb des Brustbeins fest, die „möglicherweise durch Kollision mit einem Fahrzeug oder einer Stromleitung entstanden ist“. Von den Jungen fehlte jede Spur. Sie seien wohl wegen Unterversorgung gestorben und aus dem Nest geworfen oder von einem Greifvogel oder einer Krähe geholt worden. Das Männchen sei aber in Ordnung - und eine mögliche neue Partnerin halte sich schon in der Nähe auf, hat Behrmann beobachtet.

Erfreuliches gibt es für Behrmann vom Nest in Isenbüttel. Dort hat der bereits neunjährige Storch DEW 5X 921 erstmals mit einer Partnerin Junge. Vier kleine Störche werden gefüttert. Das Männchen war 2014 vom Nabu-Artenschutzzentrum ausgewildert worden. Vor seinem Aufenthalt in Leiferde hatte es sechs Jahre lang in einem Vogelpark in Hessen gelebt.

Behrmann freut sich über diese Entwicklung: „Die Entscheidung, das Männchen trotz so langer vorheriger Gehegehaltung in die Freiheit zu entlassen, erweist sich somit als gut und richtig.“

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