Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Gifhorn Stadt Scharfe Kritik: Protest gegen Nutria-Bekämpfung
Gifhorn Gifhorn Stadt Scharfe Kritik: Protest gegen Nutria-Bekämpfung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:22 23.11.2018
Zu Unrecht im Visier? Naturschützer wollen Nutria, Waschbär und Co. gegen Bekämpfungsmaßnahmen schützen. Quelle: Britta Schulze
Gifhorn

Waschbär und Marderhund als Artenkiller? Die CDU, SPD und die Gruppe ULG/FDP im Kreistag sehen das so und haben deshalb den Antrag zur Flächenbekämpfung dieser Tiere gestellt. „Stimmt aber nicht. Diese Tiere sind Nahrungsopportunisten und Sammler, keine Killer“, verdeutlicht Diplom-Biologe Florian Preusse vom Naturschutzbund Deutschland Kreisverband Gifhorn. Nabu-Kreisverband, Nabu-Artenschutzzentrum Leiferde, Tierschutzverein sowie die Aktion Fischotterschutz kritisieren die geplante Bekämpfung von Nutria und Co.

Artenrückgänge im Kreis Gifhorn seien nicht durch Waschbären, Nutrias und Co. hervorgerufen, so Florian Preusse. Quelle: dpa

„Es wundert mich schon, dass der Waschbär und der Marderhund die Arten der Gelbbauchunke und der europäischen Sumpfschildkröte ausrotten sollen, obwohl diese im Landkreis Gifhorn überhaupt nicht vorkommen“, reagiert Florian Preusse völlig erstaunt. Nicht die Tierarten um den Waschbären sind maßgeblich für Artenrückgänge bei Vögeln und Amphibien, sondern eine aufgeräumte Kulturlandschaft und eine zunehmend intensive Landwirtschaft, argumentieren die Natur- und Tierschützer.

Fallen rufen großes Tierleid hervor

„Es ist daher zu befürchten, dass mit dem verstärkten Einsatz von Fallen, deren Legitimation hier der eigentliche Grund für den Antrag ist, viel Tierleid entsteht, aber kein Artenschutzproblem gelöst wird“, erklärt Gabriele Asseburg-Schwalki, Vorsitzende des Tierschutzvereins Gifhorn und Umgebung. Dr. Joachim Rutschke vom Fischotterschutz bemängelt, dass beispielsweise die so genannten Betonrohrfallen laut Antrag nicht mehr ausgeschlossen sind, aber für Fischotter besonders kritisch seien, da sich die Tiere die Pfoten wund kratzen und letztlich nur noch erlöst werden können.

Das Nabu-Artenschutzzentrum kritisiert das Nutriakonzept des Landkreises, das bisher keinerlei Ergebnisse erbracht habe. Bevor der Landkreis weitere 22.000 Euro Steuergeld für eine Ausweitung der Bekämpfung einsetzt, solle er das bestehende Konzept überprüfen.

Von der Redaktion

Schöne Geste: Bäckermeister Torsten Hacke aus Ahnsen überreichte jetzt einen Scheck über 1000 Euro an Nina Siebert für die AZ-Aktion Helfen vor Ort. Das Geld stammt aus dem Verkauf des Holzofenbrotes am Donnerstag und Freitag, 8./9. November, in der Bäckerei in Ahnsen.

20.11.2018
Gifhorn Stadt In Gifhorn für Gefahrgut-Einsätze geübt - Brandschützer trainieren für Ernstfall

Am Wochenende fand eine spezielle Fortbildung im Bereich der Gefahrgutausbildung der Gifhorner Feuerwehr statt. Dabei ging es in bunten Spezial-Schutzanzügen auch in die Fußgängerzone.

20.11.2018

Die Postbank an der Bahnhofstraße in Gifhorn bleibt weiter geschlossen, nachdem dort am Freitag ein Geldautomat gesprengt worden war. Eine Spur zu den Tätern hat die Polizei bislang noch nicht. 

22.11.2018