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Kreis Gifhorn: Ärzte befürchten Patienten-Ansturm

Zu Weihnachten Kreis Gifhorn: Ärzte befürchten Patienten-Ansturm

Gerade über Weihnachten und den Jahreswechsel sehen sich die Notaufnahmen der Krankenhäuser jedes Jahr mit einer Vielzahl von Patienten konfrontiert, die nicht schwer erkrankt sind. Dies führt zu Engpässen in der Krankenhausversorgung – der Gifhorner Ärztesprecher Dr. Klaus-Achim Ehlers schlägt Alarm.

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Gifhorner Mediziner mahnen: Nicht jeder Fall ist ein Notfall fürs Krankenhaus.
 

Quelle: Archiv

Kreis Gifhorn.  Für die Versorgung der ambulanten Notfallpatienten sind in erster Linie die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte zuständig, die hierfür flächendeckend einen Bereitschaftsdienst vorhalten.

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) appelliert daher an die Patienten, außerhalb der üblichen Praxisöffnungszeiten bei leichten Erkrankungen den ärztlichen Bereitschaftsdienst in Anspruch zu nehmen.

„Allein im Bereich der Bezirksstelle Braunschweig der KVN sind über die Feiertage acht Bereitschaftsdienstpraxen an Krankenhäusern geöffnet“, betont Dr. med. Klaus-Achim Ehlers, Vorsitzender der KVN-Kreisstelle Gifhorn. Zudem stehen flächendeckend Ärztinnen und Ärzte zur Verfügung, die bettlägerige Patienten in ihrem häuslichen Umfeld behandeln können. Dr. Ehlers unterstreicht hierbei den hohen Aufwand: „Heiligabend sind zeitgleich bis zu 15 Ärztinnen und Ärzte für den allgemeinen Bereitschaftsdienst im Einsatz, um die ambulante ärztliche Versorgung in der Region zu gewährleisten.“

Als Faustregel für die Patienten gilt: Handelt es sich um eine Erkrankung, mit der Sie normalerweise einen niedergelassenen Arzt in der Praxis aufsuchen würden, aber die Behandlung nicht bis zum nächsten Tag warten kann, dann ist der ärztliche Bereitschaftsdienst zuständig. Dies ist zum Beispiel bei einer Grippe, Fieber oder Erbrechen der Fall.

Die Notaufnahme eines Krankenhauses ist dann zuständig, wenn eigentlich auch der Rettungsdienst erforderlich wäre. Also bei lebensbedrohlichen oder schweren Verletzungen oder Erkrankungen. Beispiele sind Herzinfarkt, akute Blutungen oder Vergiftungen.

Dr. Ehlers erinnert in diesem Zusammenhang an die Servicenummer 116 117: „Leider sind die Vorteile der 116 117 noch nicht überall bekannt: sie funktioniert ohne Vorwahl, gilt deutschlandweit und ist kostenlos – egal, ob Sie von zu Hause oder mit dem Mobiltelefon anrufen.“

Daneben können die Patienten zu den Öffnungszeiten der Bereitschaftsdienstpraxis diese aufsuchen, auch ohne vorher Tel. 116 117 kontaktiert zu haben. Lediglich, wenn der Patient die Bereitschaftsdienstpraxis nicht aufsuchen kann und den fahrdiensthabenden Arzt benötigt, ist eine Kontaktaufnahme über Tel. 116 117 erforderlich.

Von red

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