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Gifhorn Stadt Kokain verkauft, um Luxusauto zu bezahlen
Gifhorn Gifhorn Stadt Kokain verkauft, um Luxusauto zu bezahlen
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00:22 24.03.2018
Zu einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung verurteilt: 24-Jähriger wollte mit dem Verkauf von Kokain ein Luxusauto finanzieren. Quelle: Archiv
Gifhorn

Für 6800 Euro kaufte der Mann im März 2016 insgesamt 100 Gramm Kokain, mit dem er gewinnbringend handeln wollte. Doch der Deal flog auf, nachdem knapp 20 Gramm verkauft waren. Und das rund 70.000 Euro Luxusauto Corvette ist in weite Ferne gerückt.

Beschafft hat ihm das Kokain ein Arbeitskollege, mit dem er über seinen großen Wunsch gesprochen hatte. Er sei moralisch im Tief gewesen und habe gehofft, dass ihn der Besitz einer Corvette da rausholen werde. Zuvor hatte ein Finanzberater 18.000 Euro für den VW-Arbeiter mit einem Netto-Einkommen von rund 2600 Euro in Aktien angelegt – und diese Summe halbiert. „Dann habe ich ein Seminar zur Vermittlung von Rentenverträgen besucht.“ Doch Verkaufen sei nicht sein Ding gewesen.

17-Jährige ruft die Polizei

Danach kam der Drogenverkauf ins Spiel. Er übergab dabei auch vier Gramm an eine 17-Jährige, die den Stoff weiterverkaufen sollte. „Sie hatte im Gensatz zu mir schon vorher mit Drogen zu tun.“ Als er ihr weitere 13 Gramm übergeben wollte, wurde ihr der Deal zu heiß. Sie rief die Polizei. Das Geschäft flog auf. 80,49 Gramm des Kokains wurden in der Wohnung des 24-Jährigen gefunden. Und: Bei dieser Durchsuchung entdeckte die Polizei auch unerlaubte Dopingmittel zum Muskelaufbau. Wegen deren Besitz war der Mann bereits im November 2016 per Strafbefehl zu einer Geldstrafe von 15.000 Euro verdonnert worden. Über das Kokain konnt erst jetzt verhandelt werden, weil ein Gutachten des Landeskriminalamtes über den Wirkstoffgehalt nicht vorher vorlag.

„Bei Ihnen besteht kein Druck“, so der Richter. Der Mann sei selbst nicht drogenabhängig und habe aber trotzdem eine Unter-18-Jährige mit in die Sache reingezogen. „Sie sollten sich fragen, warum Sie sich über gewisse Äußerlichkeiten definieren“, sagte der Richter, der dem Antrag des Staatsanwalts folgte und auf eine Strafe von einem Jahr und neun Monaten mit Bewährung erkannte, obwohl es sich beim Handel mit Drogen und Abgabe an eine Unter-18-Jährige um „erhebliche Verbrechensvorwürfe“ handle.

Aber: Das Verfahren habe einen massiven Eindruck bei dem Angeklagten hinterlassen, er habe früh reinen Tisch gemacht, und seine Familie stehe zu ihm.

Von Frank Reddel

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