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Gifhorn Stadt Knappe Ratsmehrheit für Katzenverordnung
Gifhorn Gifhorn Stadt Knappe Ratsmehrheit für Katzenverordnung
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00:17 02.11.2013
Katzenverordnung in der Sassenburg: Halter, die ihre Tiere ins Freie lassen, müssen diese künftig kastrieren und und mit einem Chip versehen lassen.
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Sassenburg

Auf die Katze gekommen ist der Rat der Sassenburg. Bei seiner Sitzung am Dienstagabend in der Aula der Findorff-Schule in Neudorf-Platendorf entschied das Gremium mit knapper Mehrheit, dass zum 1. Januar 2014 eine Katzenverordnung in Kraft trete.

Die Gemeinde Sassenburg ist damit die erste Kommune im Landkreis, die eine solche Verordnung einführt. Doch bevor es so weit war, diskutierten die Politiker eine gute Stunde lang den Antrag, den SPD-Fraktionschefin Angela Heider eingebracht hatte. In der Verordnung werden Katzenhalter verpflichtet, ihre Kater oder Katzen, denen sie Ausgang ins Freie gewähren, kastrieren oder sterilisieren und mit einem Chip versehen zu lasen.

Vor allem von Seiten der Gruppe CDU/ABS wurde beanstandet, „dass bei einer solchen Verordnung die Kontrolle fehlt“, so Hartmut Viering (ABS). Und Stefanie Jahnke-Lipke meinte: „Wir müssen schon eine Kontrollinstanz schaffen.“ Deshalb stellte CDU-Fraktionschef Helmut Hermann den Antrag, das Thema in den zuständigen Ausschuss für Ordnung und Feuerschutz zurück zu geben.

Das hätte Detlev Junge (LiSa) in die Karten gespielt. Der beantragte, eine solche Satzung erst zum 1. Januar 2017 in Kraft treten zu lassen. „Dann haben Bürger und Verwaltung genügend Zeit, sich darauf vorzubereiten.“ BIG-Ratsherr Andreas Kautzsch beantragte, dafür 5000 Euro im Haushalt 2014 bereit zu stellen. „So können wir das Programm starten und hätten Mittel, um verwilderte Katzen einzufangen und eventuell kastrieren zu lassen.“

Doch all diese Anträge wurden mehrheitlich abgelehnt. Der Antrag der SPD, die Katzenverordnung einzuführen, fand bei zwölf Ja-, elf Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen eine knappe Mehrheit.

cha

Sassenburg. Zum 1. Januar 2014 soll in der Sassenburg eine Katzenverordnung in Kraft treten. Hier die wichtigsten Punkte:

  • Kastrations- und Kennzeichnungspflicht: Katzenhalter, die ihrer Katze Zugang ins Freie gewähren, haben diese zuvor von einem Tierarzt kastrieren und mittels Mikrochip kennzeichnen zu lassen. Dies gilt nicht für Katzen, die weniger als fünf Monate alt sind.
  • Als Katzenhalter gilt auch, wer freilebenden Katzen regelmäßig Futter zur Verfügung stellt.
  • Die Kastration ist vom Tierarzt schriftlich bestätigen zu lassen. Diese Bestätigung ist auf Verlangen vorzulegen.
  • Bei Verstößen kann eine Geldbuße von bis zu 5.000 Euro verhängt werden.

cha

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