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Klassenfahrten streichen? Schüler und Eltern sauer

Gifhorn Klassenfahrten streichen? Schüler und Eltern sauer

Gifhorn. Klassenfahrten streichen, um Mehrarbeit auszugleichen? Die Pläne von Gymnasiallehrern (AZ berichtete) kommen bei Schülern und Eltern im Kreis Gifhorn nicht gut an.

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Streit um Streichliste: Gymnasiallehrer wollen Klassenfahrten streichen, Eltern und Schüler im Kreis Gifhorn sind dagegen.

„Die Schüler sind komplett dagegen“, sagt beispielsweise Schülersprecherin Nicole Kristleit vom Otto-Hahn-Gymnasium. Gerade auf Klassenfahrten freuten sie sich am meisten. Die Touren hätten ihren Sinn und seien keine reine Freizeitveranstaltung. Die 17-Jährige erinnert sich an die Usedom-Tour, wo sie mit Kriegs-Zeitzeugen aus Swinemünde sprach. Kein Schulbuch könne ein solches Erlebnis so anschaulich rüber bringen. Auch möglicherweise Projekttage mit Spaß am Lernen zu streichen, wäre ein Wettbewerbsnachteil für eine Schule, meint sie.

„Es kann nicht sein, dass die Lehrer wegen 45 Minuten Mehrarbeit Klassenfahrten streichen“, sagt Kreisschülersprecher Abdul Angay. Diese Touren stärken die Gemeinschaft und motivierten Schüler als Belohnung zum Lernen. Gegen die Pläne werde sich der Kreisschülerrat wehren, sagt Angay, der auf eine Kundgebung des Landesschülerrats am 11. Dezember in Hannover verweist. „Ich werde auch dort sein.“

Gabi Graßold vom Schulelternrat des Meinerser Sibylla-Merian-Gymnasiums hat Verständnis für die Lehrer. Aber Klassenfahrten zu streichen, werde das Ministerium kaum zum Einlenken bringen, sondern nur die Schüler treffen, meint sie. „Ich würde Klassenfahrten nicht als Urlaubstour ansehen.“ Und auch Unterricht außer der Reihe wie eben Projekttage seien durchaus wichtig, sagt die Elternvertreterin. „Schule ist nicht nur Unterricht nach Stundenplan, zur Persönlichkeitsentwicklung gehört mehr.“

rtm

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