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Klanze-Prozess: 29 neue Beweisanträge

Weyhausen/Braunschweig Klanze-Prozess: 29 neue Beweisanträge

Weyhausen/Braunschweig. Eine ganze Salve von 29 neuen Beweisanträgen feuerte einer der Verteidiger im Klanze-Prozess gestern in Richtung 4. große Strafkammer des Landgerichts Braunschweig ab.

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Der Prozess vor dem Landgericht Braunschweig um den Vorwurf von Bestechlichkeit und Bestechung im Zusammenhang mit dem Weyhäuser Gewerbegebiet Klanze wird sich noch eine Weile hinziehen: Gestern stellte ein Verteidiger 29 neue Beweisanträge.

Quelle: Christian Albroscheit

Er will zahlreiche Zeugen erneut befragen, die an den bislang zehn Verhandlungstagen schon gehört worden sind. Die Kammer will bei der Verhandlung am Montag zusätzliche Termine vereinbaren, der Richter war sichtlich genervt.

Im Zentrum des Prozesses gegen Weyhausens Ex-Bürgermeister Hans-Georg Ranta, seine Ehefrau und den Investor, der das Gewerbegebiet Klanze im Herbst 2007 gekauft hatte, stehen 350.000 Euro, die der Investor Rantas Ehefrau gezahlt hat.

Die Verteidigung argumentierte gestern, dass es sich nur um Vorteilsgewährung statt um Bestechung gehandelt habe, ja dass sogar womöglich gar keine Straftat vorliege. So wollte der Verteidiger mit Hilfe seiner Beweisanträge nachweisen, dass die 63-Jährige eine Gegenleistung für das Geld erbracht habe, weil sie - oder ihr Ehemann als Angestellter ihres Maklerbüros, nicht als Bürgermeister - den Erstkontakt zu Klanze-Mietern wie Lidl hergestellt habe.

Hingegen sprachen sowohl Staatsanwalt als auch Vorsitzender Richter von einer Verknüpfung einer Diensthandlung des seinerzeit amtierenden Bürgermeisters - der Vermarktung der Klanze im Auftrag der Gemeinde - mit einem persönlichen Vorteil in Form des Geschäftsbesorgungsvertrages für Rantas Ehefrau.

Das Strafmaß für Bestechlichkeit liegt nach AZ-Informationen in diesem Fall bei einem bis zehn Jahre Haft, für Beihilfe zwischen drei Monaten und sieben Jahren.

tru

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