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Kirche: Neue Spuren der Vergangenheit

Päse Kirche: Neue Spuren der Vergangenheit

Päse. Eine alte Dame zeigt sich im jungen Gewand. Mit ihrer Sanierung erhielt die Päser Sankt Marien Kirche neuen Glanz. Während der äußere Schein jetzt auf eine junge Kirche hindeutet, offenbarte sich während der Renovierungsarbeiten, dass dieses Gotteshaus offenbar viel älter ist als bislang vermutet - es wurde wohl um das Jahr 1150 unter Heinrich dem Löwen erbaut.

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Alte Dame im jungen Gewand: Die Päser Sankt Marien Kirche wurde offenbar im Jahr 1150 erbaut.

Quelle: Kottlick

„Man muss sie nur erkennen“, sagt Klaus J. Borchert. Der Archäologe aus Ahnsen meint damit die Spuren der Vergangenheit, die Malermeister Jörg Jetschmann während der Renovierung der Päser Kirche entdeckte. Dabei waren laut Pastor Felix Emrich nur sieben Prozent der Wandfläche des Kirchenschiffs bis auf das Mauerwerk geöffnet worden. Trotz des geringen Einblicks auf die Bausubstanz war Borchert zufolge eine Neubewertung der Baugeschichte der Kirche möglich geworden.

Ausgewertet wurden unterschiedliche Mörtelsorten, Fugen zugemauerter Fenster, Türen, Balkenauflagestellen sowie Wandmalereien. „Wir können drei Bauphasen erkennen“, so Borchert. Ein Teil des Turms stamme aus der älteren Phase von 1000 bis 1250. Rankenmalereien ergeben den zeitlichen Rahmen von 1235 bis 1520 für die mittlere Phase, die Gotik. Für den barocken Ausbau der jüngeren Phase von 1660 bis 1780 stehe die Erweiterung des Außenmauerwerks und der Einbau großer Fenster. „Alle Bauphasen wurden in Raseneisenstein ausgeführt“, so Borchert. Das sei ein Material, das nur in wohlhabenden Häusern und Kirchen Verwendung fand.

  • Öffentliche Übergabe und Führung in der Kirche: Donnerstag, 13. März, 18 Uhr.

hik

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