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Kirche: Älteste Gebäude im Kreis

Päse Kirche: Älteste Gebäude im Kreis

Päse. Die Päser Sankt Marienkirche ist eines der ältesten Gebäude im Landkreis Gifhorn (AZ berichtete). Das ergaben die Nachforschungen von Klaus J. Borchert im Zuge der Renovierung. Seinen Untersuchungsbericht überreichte der Archäologe aus Ahnsen jetzt an die Gemeinde. Pastor Felix Emrich ließ es sich im Gegenzug nicht nehmen, sich mit einer Flasche Wein und italienischer Schokolade für die baubegleitenden baugeschichtlichen Untersuchungen des Archäologen zu bedanken.

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Führung: Klaus J. Borchert schilderte einer kleinen Gruppe Interessierter Untersuchungsergebnisse.

Päse. Die Päser Sankt Marienkirche ist eines der ältesten Gebäude im Landkreis Gifhorn (AZ berichtete). Das ergaben die Nachforschungen von Klaus J. Borchert im Zuge der Renovierung. Seinen Untersuchungsbericht überreichte der Archäologe aus Ahnsen jetzt an die Gemeinde. Pastor Felix Emrich ließ es sich im Gegenzug nicht nehmen, sich mit einer Flasche Wein und italienischer Schokolade für die baubegleitenden baugeschichtlichen Untersuchungen des Archäologen zu bedanken.

„Es gibt nichts schöneres, als von den eigenen Forschungsergebnissen zu erzählen“, freute sich Borchert über eine kleine Schar Interessierter, die zur Führung mit dem Archäologen die Päser Kirche aufsuchte. Mit dabei auch Jörn Jetschmann. Der Malermeister hatte im Zuge der Innenarbeiten in der Kirche vor allem in den offenen Elektroschlitzen entdeckt, was Borchert als „archäologischen Glücksfall“ bezeichnete: Dass die Kirche wahrscheinlich schon im Jahr 1150 unter Heinrich dem Löwen erbaut wurde.

Im Rahmen der Erneuerung der Elektroanlage, der Beseitigung von Putzschäden und des Neuanstrichs entdeckte Jetschmann dabei immer wieder etwas, was ihn veranlasste, den Archäologen anzurufen. Der kam stets gern und bedankte sich jetzt für die Aufmerksamkeit des Malermeisters, der Borchert zufolge erkannt hatte, „was dort alles schlummerte“

„Wir haben nur etwa sieben Prozent der Wandfläche des Kirchenschiffs bis auf das Mauerwerk geöffnet“, so der Archäologe. Trotzdem sei eine Neubewertung der Baugeschichte der Kirche möglich geworden. Der unterschiedliche Mörtel im Mauerwerk, die Fugen von zugemauerten Fenstern, Türen und Balkenauflagestellen sowie Wandmalereien wurden ausgewertet. Fazit für den Archäologen: „Wie konnten drei Bauphasen sicher voneinander unterscheiden.“

hik

Drei Bauphasen: Romanik, Gotik, Barock

Archäologe Klaus J. Borchert führt durch die Päser Kirche

Päse . Während der Führung in der renovierten Päser Kirche schilderte der Archäologe Klaus J. Borchert die drei Bauphasen, „die wir sicher voneinander unterscheiden können“.

Älteste Phase – romanischer Grundriss (Romanik von 1000 bis 1250): 8,3 Meter breit und 25 Meter lang ist der Grundriss. „Von dieser Bauphase sind der größte Teil des Turmes und der südlichen Wand der aktuellen Kirche vorhanden“, so Borchert. „Sehr wahrscheinlich“ sei eine Bauzeit um 1150 unter Heinrich dem Löwen.

Die mittlere Phase – gotischer Ausbau (Gotik 1235 bis 1520): Mit dem gotischen Ausbau habe die Kirche die heute bekannte Breite von 12,65 Metern erhalten. „Der östliche Abschluss hat am Beginn des jetzigen Chores gelegen“, so Borchert. Der an der Außenseite im Chor eingelassene Jahresstein von 1486 sowie die an der Süd- und Nordwand vorhandenen Rankenmalereien, die dem Archäologen zufolge in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts datiert werden, „ergeben den zeitlichen Rahmen des Umbaus im letzten Viertel des 15. Jahrhunderts“.

Die jüngere Phase – barocker Ausbau (Barock 1660 bis 1780): Von 1701 bis 1703 wird laut Borchert der Grundriss der Kirche um den Chor nach Osten erweitert, das Außenmauerwerk um gut einen Meter aufgestockt und es werden große Fenster in die Kirche eingebaut. So konnte der Altar dann nach Osten versetzt und eine größere Empore gebaut werden.

 hik

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